Viele Schweizer Unternehmen wollen in Indien investieren

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Interesse in Indien zu investieren, ist bei Schweizer Unternehmen enorm, wie Guy Parmelin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag in Neu-Delhi gesagt hat. Der Bundespräsident machte aber keinen Hehl daraus, dass noch einige Probleme gelöst werden müssten.

    Guy Parmelin
    Guy Parmelin bleibt bis Ende Jahr Wirtschaftsminister, dann übernimmt jemand anderes. - keystone

    Die Handelskammer Schweiz-Indien hat eine Umfrage bei Schweizer Unternehmen durchgeführt. Rechne man die bereits im vergangenen Jahr getätigten Investitionen, die angekündigten sowie die bis 2030 geplanten Investitionen zusammen, ergebe sich von Schweizer Seite ein Gesamtvolumen von 29 Milliarden Dollar, sagte Parmelin.

    Das erklärte Ziel sei es, innerhalb von 15 Jahren Investitionen in Höhe von 100 Milliarden zu erreichen, wobei alle Länder der Europäischen Freihandelsassoziation Efta berücksichtigt werden. «Wir liegen also im Zeitplan», stellte Parmelin fest. Bis 2030 würden so 400'000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze entstehen.

    «Es ist nicht alles perfekt», relativierte der Wirtschaftsminister. Sein Besuch in Indien solle aufzeigen, mit welchen konkreten Problemen die Unternehmen in bestimmten Branchen konfrontiert seien.

    Der Besuch in Indien soll auch dazu dienen, ein Investitionsschutzabkommen voranzutreiben oder gar abzuschliessen. Wichtig sei unter anderem, dass es bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen und dem indischen Staat einen sicheren Rechtsweg und ein verlässliches Schiedsverfahren gebe. Derzeit ist dies noch nicht der Fall, und das bremst die Investitionstätigkeit. Für Dienstag ist ein Treffen mit der indischen Finanzministerin zu diesem Thema angesetzt.

    «Diese drei Tage stehen den Schweizer Unternehmen zur Verfügung, um die Reibungspunkte auf den Tisch zu bringen», sagte Parmelin. Wichtige Themen sind bürokratische Vorschriften oder auch die Besteuerung von Dividenden, für die eine Änderung des Handelsabkommens zwischen Indien und der Efta – bestehend aus der Schweiz sowie Liechtenstein, Norwegen und Island – ausgehandelt werden müsste.

    Indien als die «Generika-Fabrik der Welt» hat ebenfalls ein Interesse daran, seine Innovationen zu schützen, und die Überlegungen dazu sind bereits im Gange, wie Parmelin in Bezug auf das heikle Thema geistiges Eigentum in der Pharmaindustrie feststellte. Doch das Erreichen der Schweizer Standards werde nicht von heute auf morgen geschehen.

    Als Beispiel nannte Parmelin die Einhaltung der Sicherheitsstandards bei klinischen Studien. Man müsse Schritt für Schritt vorgehen, es seien auch bereits enorme Fortschritte erzielt worden.

    Kommentare

    User #5117 (nicht angemeldet)

    Sehr gut mit Unternehmensverantwortung hat man endlich wieder Grund Schweizer Preise zu erhöhen (Ironie off)--- Werde um so Produkte wen möglich grossen Bogen machen--

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