Spotify

    Wird «Podcast»-Hören wegen Spotify bald zum neuen Daten-Leak?

    Fiona Christ
    Fiona Christ

    Schweden,

    Bisher konnte man einen Podcast hören und musste sich kaum fürchten, dass persönliche Daten gesammelt werden. Spotify könnte dies aber schon bald ändern.

    podcast
    Über 140 Millionen Menschen nutzen Spotify. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bisher wurden beim Hören eines Podcasts kaum persönliche Daten gesammelt.
    • Der Streaming-Anbieter Spotify könnte dies nun ändern.

    Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass bei der täglichen Handynutzung persönliche Daten gesammelt werden. Wir verraten indirekt, was uns interessiert, wo wir uns befinden und wohin wir wollen.

    Bei den Podcasts, welche in den letzten Jahren immer beliebter und vielfältiger wurden, ist dies aber anders. Wie «SRF» schreibt, sind Podcasts nach wie vor eine Blackbox in Sachen Datensammeln. Das liegt daran, dass verschiedene Akteure nötig sind, um einen Podcast von den Machern zum Hörer zu bringen.

    «Podcast»-Hören kann zum Datenkraken werden

    Die Macher selbst wissen kaum, wer wo, wann und wie oft eine Episode heruntergeladen wird. Die einzelnen Stellen geben ihre Daten nämlich nur selten untereinander weiter. Durch Spotify könnte sich das aber bald ändern. Im Vergleich zu anderen Streaming-Diensten deckt Spotify nämlich gleich mehrere Akteure ab.

    Aufnahmestudio
    Das Liechtensteiner Landesradio wurde eingestellt. (Symbolbild) - pixabay

    Auf dem Audio-Streaming-Dienst werden Podcasts gesucht, gefunden, gehört und publiziert. Die Plattform weiss also, wie oft eine Podcast-Episode abgespielt wurde. Jetzt könnten die Daten mit denen kombiniert werden, die bei der Erstellung eines Spotify-Kontos gesammelt wurden. Et voilà – schon kann ein Nutzer anhand persönlicher Daten einer für die Werbeindustrie massgeschneiderte Zielgruppe zugeteilt werden.

    Folglich kann es sein, dass durch das Vorgehen von Spotify der Druck auf andere Podcast-Plattformen zunimmt. Wie «SRF» berichtet, könnten schon bald mehrere Anbieter reichlich Daten sammeln. Wenn es tatsächlich so weit kommen würde, wird auch das Podcast-Hören in der Online-Welt bald zum Datenkraken.

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