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    Russlands Justiz will Facebook-Konzern Meta verbieten

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    Russland,

    Der Facebook-Konzern Meta könnte in Russland bald als «extremistische Organisation» gelten. Damit würden weitere Dienste des Unternehmens verboten werden.

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    Könnten in Russland bald verboten sein: Die Meta-Apps Whatsapp und Instagram. - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Facebook ist in Russland bereits seit Tagen nicht mehr aufrufbar.
    • Nun sollen womöglich weiteren Produkte des Konzerns verboten werden.
    • Dazu gehören Instagram und eventuell auch WhatsApp.

    Russlands Generalstaatsanwaltschaft will den Facebook-Konzern Meta als «extremistische Organisation» verbieten lassen. Ein entsprechender Antrag sei beim Gericht eingereicht worden, teilte die Behörde am Freitag mit.

    Hintergrund ist eine Entscheidung des US-Konzerns, zu dem auch Dienste wie Instagram und WhatsApp gehören, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen.

    Facebook selbst ist in Russland bereits seit Tagen nicht mehr aufrufbar. Die Generalstaatsanwaltschaft forderte Russlands Medienaufsicht Roskomnadsor nun zudem auf, den Zugang zu Instagram einzuschränken – und kündigte die Löschung ihres eigenen Instagram-Accounts an. Auch Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zog sich von Instagram zurück.

    Whatsapp könnte blockiert werden

    Menschen in Russland befürchteten, dass nun auch WhatsApp blockiert werden könnte. Einige verlegten prompt etwa ihre Familien-Chats in andere Messenger-Dienste wie Telegram.

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    Ein Blick auf ein Smartphone mit den verschiedenen Social-Media- und Messaging-Apps, wie Facebook, Instagram und WhatsApp. - dpa

    Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete hingegen unter Berufung auf eine Quelle in den Strafverfolgungsbehörden, WhatsApp solle nicht beschränkt werden. Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Informationspolitik, Sergej Bojarski, wiederum meinte: «Irgendetwas sagt mir, dass in naher Zukunft alle Meta-Dienste auf dem Gebiet der Russischen Föderation blockiert werden.»

    Meta lockert Regel

    Meta hatte in der Nacht zum Freitag seine Regel-Lockerungen bekannt gegeben. Als Beispiel für eine Ausnahme bei Äusserungen, die normalerweise gegen Richtlinien verstossen hätten, nannte ein Facebook-Sprecher den Satz «Tod den russischen Eindringlingen».

    «Wir werden weiterhin keine glaubwürdigen Aufrufe zur Gewalt gegen russische Zivilisten erlauben», schrieb er zugleich bei Twitter. In Moskau sorgte die Meta-Entscheidung für grosse Empörung.

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