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    Netflix will Passwort-Teilen in Zukunft verbieten

    Linda Carstensen
    Linda Carstensen

    USA,

    Netflix hat angekündigt, dass dem Passwort-Teilen für einen Account künftig der Riegel geschoben werden soll. Denn die sinkende Nutzerzahl sorgt für Einbussen.

    netflix account sharing
    Nur noch auf dem eigenen Tablet? Netflix Account-Sharing soll stark eingeschränkt werden - Shutterstock

    Das Wichtigste in Kürze

    • Netflix möchte seinen Nutzern verbieten, das Passwort zu teilen.
    • Nur Personen, die im selben Haushalt wohnen, sollen den gleichen Account verwenden dürfen.
    • Das US-Unternehmen braucht Geld für Eigenproduktionen, um seine Kundschaft zu behalten.

    Netflix möchte die Doppelnutzung eines Accounts in Zukunft verhindern. Damit möchte der Streaming-Anbieter den sinkenden Nutzerzahlen entgegenwirken. Im vergangenen Jahr verlor Netflix nämlich zum ersten Mal Abonnenten.

    Verfügen Sie über ein eigenes Netflix-Abo?

    Offiziell ist das Teilen eines Accounts nur mit Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, erlaubt. Allerdings ging Netflix lange nicht gegen Nutzer vor, die ihr Passwort auch mit Personen aus anderen Haushalten teilen.

    Das soll sich nun ändern. Im Oktober wurden die Pläne angekündigt. Jetzt hat der Streaming-Riese US-Medienberichten zufolge erste Schritte eingeleitet. Dies, um zu überprüfen, ob alle Account-Nutzer tatsächlich in einem Haushalt wohnen.

    In Südamerika soll das Passwort-Teilen bereits verboten sein.

    Experte steht Anpassung von Netflix kritisch gegenüber

    Telekom-Experte Ralf Beyeler zweifelt daran, ob Netflix das Verbot des Passwort-Teilens tatsächlich durchsetzen kann. «Einzelne Kunden werden sicherlich eigene Abos machen. Aber viele Kunden werden sich das nicht vorschreiben lassen», sagt Beyeler gegenüber «SRF».

    meghan markle netflix
    Prinz Harry und Meghan Markle in ihrer Doku-Serie auf Netflix – eine Eigenproduktion des Streaming-Anbieters. - Netflix

    Ausserdem müsse Netflix aufpassen, dass keine Kunden zur Konkurrenz abspringen. Auch Disney+, Amazon und Apple kämpfen um das zahlungsbereite Publikum.

    Um Nutzer zu behalten und neue anzulocken, brauche Netflix allerdings Geld, um sich die kostspieligen Eigenproduktionen leisten zu können. Dies erklärt Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger gegenüber «SRF».

    Derzeit bietet Netflix drei verschiedene Abos an – das günstigste kostet 11.90 Franken, das teuerste 24.90 Franken. Mit dem günstigsten Abo kann bloss auf einem Gerät auf die Streamingdienste zugegriffen werden.

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