Mona Vetsch in der Rechtsmedizin: «Ich weiss nicht, ob ich das kann»
Für «Mona mittendrin» blickt Mona Vetsch in der Rechtsmedizin dem Tod direkt ins Gesicht. Schon vor der ersten Obduktion kommen der SRF-Moderatorin Zweifel.
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Das Wichtigste in Kürze
- Mona Vetsch begleitet für «Mona mittendrin» eine Rechtsmedizinerin in Bern.
- Dabei erlebt sie erstmals eine Obduktion aus nächster Nähe.
- Im Verlauf der Sendung kommt die Moderatorin mehrfach an ihre Grenzen.
Mona Vetsch (50) gerät in der neuen Folge von «Mona mittendrin» früh an ihre Grenzen. Für die SRF-Sendung taucht sie in den Alltag der Rechtsmedizin ein. Sie begleitet in Bern während drei Tagen die Fachärztin Conny Hartmann.
Schon die Ankündigung der ersten Obduktion setzt ihr sichtbar zu. Noch bevor es richtig losgeht, sagt Vetsch: «Das ist einer der ersten Momente, in denen ich mir überlege, ob ich das kann. Ich weiss nicht, ob ich das kann.»
Mona Vetsch kämpft mit dem ersten Eindruck
Hartmann reagiert ruhig und nimmt ihr den Druck. Sie sagt zu Vetsch: «Du darfst jederzeit sagen, das sei zu viel.» Doch auch mit dieser Rückendeckung wird schnell klar, wie heftig der Einblick für die Moderatorin ist.
Vor der Obduktion sagt Vetsch offen: «Ich bin mega nervös. Aber ich habe keine Angst.»
Im Saal selbst merkt man dann, wie stark sie das Gesehene mitnimmt. Während die Rechtsmediziner sachlich und konzentriert arbeiten, hält Mona bewusst Abstand und schaut teils weg.
Als das Gehirn entnommen wird, ringt sie sichtlich um Worte. «Jetzt sehe ich ein Hirn. Das ist so abstrakt», sagt sie. Besonders beschäftigt sie der Gedanke, dass dieses Organ einmal gedacht und gefühlt habe.
SRF-Moderatorin hält die Wucht kaum aus
Im Verlauf der Sendung wird Mona Vetsch nicht nur mit einer Obduktion konfrontiert. Sie begleitet die Rechtsmedizinerin auch zu Todesfällen vor Ort und hört beim Morgenrapport im Institut mit. Sie erfährt hier von Fällen, die weit über das hinausgehen, was man aus Krimiserien kennt.
Gerade diese Häufung belastet sie. Nach der Besprechung mehrerer Fälle meint Vetsch: «Eine Geschichte nach der anderen. Ich halte es schier nicht aus.»
Damit bringt sie auf den Punkt, was diese Folge von vielen anderen Ausgaben unterscheidet.
Denn diesmal beobachtet die SRF-Moderatorin nicht einfach nur einen ungewöhnlichen Beruf. Sie wird emotional und körperlich spürbar an ihre Belastungsgrenze geführt.
Auch später lässt sie der Tod nicht los
Wie stark sie das Erlebte mitnimmt, zeigt eine Szene am nächsten Morgen.
Mona Vetsch erzählt, sie habe beim Duschen plötzlich ihren eigenen Körper anders angeschaut. «Und nicht auf eine gute Art. Diese Überschneidungen mit den toten Körpern und dem eigenen. Ich hoffe, das geht wieder weg», meint sie.

Der Einblick in die Rechtsmedizin wirkt also weit über den Dreh hinaus nach. Genau das macht die Folge so intensiv. Sie zeigt nicht nur tote Körper und forensische Abläufe. Sie zeigt auch, was solche Bilder mit Mona Vetsch machen.
Conny Hartmann bleibt ruhig im Hintergrund
Conny Hartmann ist in der Folge die ruhige Konstante. Sie erklärt ihre Arbeit präzise und betont das Detektivische an ihrem Beruf.
Am Schluss bedankt sich Mona Vetsch bei Hartmann mit den Worten: «Das werde ich nie vergessen.» Nach dieser Folge glaubt man ihr das sofort. Auch dort, wo Mona Vetsch wegschauen musste.
















