Netflix hat verkündet, wann in etwa der Streaming-Gigant Gebühren für das sogenannte Account Sharing verlangen will.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit soll noch in diesem Jahr das Account Sharing bei Netflix eingeschränkt werden.
  • Davon seien über 100 Millionen Haushalte betroffen.
  • In Lateinamerika gilt so eine Sperre bereits.

Dem kostenlosen Netflix Account Sharing soll bald ein Riegel vorgesetzt werden. Dies hat Netflix in seinem Quartalsbericht bestätigt. Dann sollen Zusatzkonten nur noch gegen Aufpreis verfügbar sein.

Schon seit Monaten geht Netflix so in Lateinamerika gegen diese Taktik vor. Es ist aber noch unklar, wann genau und in welchen Ländern die Sperre ausgerollt werden soll.

Einschränkung des Netflix Account Sharing sorgt für reihenweise Kündigungen

Netflix CEO Greg Peters hat jedoch erklärt, dass man ab dem aktuellen Quartal bereit sei, die Änderungen umzusetzen. Er betonte jedoch, dass man in verschiedenen Ländern gestaffelt vorgehen werde. Netflix geht davon aus, dass es durch die Einschränkung des Account Sharing zu einer Kündigungswelle kommen wird. Die Tests in Lateinamerika haben gezeigt, dass eine solche «Cancel Reaction» zu erwarten ist.

Langfristig trotzdem besserer Umsatz

Allerdings erwartet der Streaming-Dienst auch einen Umsatzzuwachs dadurch, dass ehemalige Mitnutzer eigene Abonnements abschliessen werden. Dieses Muster konnte man bereits in Lateinamerika beobachten. Laut Netflix zahlen mehr als 100 Millionen Haushalte nicht für Netflix, weil sie Accounts anderer Haushalte mitbenutzen. Insgesamt hatte Netflix zum Jahresende 231 Millionen zahlende Nutzer.

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