Matter 1.6 ersetzt QR-Codes im Smart Home durch NFC
Matter 1.6 bringt NFC für die Einrichtung von Smart-Home-Geräten und ersetzt QR-Codes bei der Inbetriebnahme.

Der Smart-Home-Standard Matter 1.6 führt eine NFC-basierte Einrichtung für Geräte ein. Damit entfällt künftig das Scannen von QR-Codes bei der Inbetriebnahme, berichtet die «Borncity».
Die sogenannte NFC-Based Commissioning ermöglicht die vollständige Einrichtung über Nahfeldkommunikation. Das Smartphone muss lediglich in die Nähe des Geräts gehalten werden, ohne zusätzliche Schritte.
Laut der «iFun» entfällt dabei in vielen Fällen auch die bisher notwendige Bluetooth-Phase. Die gesamte Inbetriebnahme kann direkt über NFC erfolgen, was den Prozess deutlich vereinfacht.
NFC und vereinfachte Geräteinstallation
Ein Vorteil ist die Möglichkeit, Geräte bereits vor der vollständigen Stromversorgung zu konfigurieren. Dies betrifft etwa schwer zugängliche Installationen oder Unterputzgeräte im Smart Home.
Die Kommunikation basiert auf einem Standard nach ISO IEC 7816-4 und ermöglicht bidirektionalen Datenaustausch. Geräte können ihre Funktionen nach der Installation automatisch an Steuerzentralen übermitteln.
Auch die «MacTechNews» hebt hervor, dass die Einrichtung dadurch deutlich konsistenter wird. Plattformen erkennen nach dem Hinzufügen sofort die verfügbaren Geräteeigenschaften.
Joint Fabric verbindet Ökosysteme
Mit Joint Fabric führt Matter 1.6 ein gemeinsames Netzwerk für mehrere Plattformen ein. Apple Home, Google Home und Amazon Alexa können dadurch parallel dasselbe Smart Home verwalten.
Der «iFun» zufolge müssen Geräte nicht mehr separat in jedem Ökosystem eingerichtet werden. Einmal hinzugefügt, stehen sie automatisch allen autorisierten Steuerzentralen zur Verfügung.
Die «Borncity» beschreibt zudem eine zentrale Zertifizierungsstruktur für diese gemeinsame Verwaltung. Ein Anker-Zertifikat sorgt dafür, dass Geräte systemübergreifend eindeutig identifiziert bleiben.
Thermostate und neue Steuerlogik
Matter 1.6 erweitert die Steuerung von Thermostaten um zeitlich begrenzte Empfehlungen. Statt direkter Befehle erhalten Geräte Vorschläge, die sie selbst interpretieren können.
Die Thermostate entscheiden anhand lokaler Daten, ob sie die Empfehlung umsetzen. Dabei berücksichtigen sie Nutzerverhalten und aktuelle Betriebsbedingungen im Haushalt.

Mit Product Security 1.1 wird laut der «Borncity» ein neues Zertifizierungsmodell eingeführt. Dieses bewertet komplette IoT-Systeme inklusive Hardware, Software und Apps.
Matter 1.6: Neue Sicherheitsstufen und Sensorfunktionen starten schrittweise
Zwei Sicherheitsstufen stehen zur Verfügung, von Selbstbewertung bis unabhängigem Audit. Das System orientiert sich an internationalen regulatorischen Vorgaben.
Auch Sicherheitssensoren erhalten neue Funktionen zur Ereignis- und Statusübermittlung. Rauch- und Kohlenmonoxidmelder können etwa Manipulationen oder Entfernung erkennen.
Der «MacTechNews» zufolge steht die Spezifikation bereits Entwicklern zur Verfügung. Die Umsetzung in Geräten erfolgt jedoch schrittweise durch Hersteller und Plattformen.
















