LibreOffice 26.8 verbessert Schriftsatz und Schriften
LibreOffice 26.8 verbessert Schriftsatz, Schriften und Microsoft-Kompatibilität und verzichtet weiterhin bewusst auf generative KI.

Die Document Foundation hat LibreOffice 26.8 am 26. August 2026 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen bei Typografie, Schriftsystemen und dem Austausch mit Microsoft Office, berichtet die «Heise».
Writer erhält mit dem Paragraph Composer einen neuen Ansatz für gleichmässigeren Blocksatz. Der Algorithmus berücksichtigt mehrere Zeilen eines Absatzes und soll dadurch starke Unterschiede bei den Wortabständen verringern.
Neu unterstützt Writer variable OpenType-Schriften, bei denen sich Eigenschaften wie Strichstärke oder Laufweite flexibel verändern lassen. Damit können unterschiedliche typografische Ausprägungen einer Schrift genutzt werden, ohne jeweils separate Font-Dateien einzusetzen.
LibreOffice 26.8 verbessert Grundlinienraster und Schriftsysteme
Auch das Grundlinienraster wurde erweitert und funktioniert nun mit Text in Rahmen. Zudem lässt sich das Raster während der Bearbeitung einblenden, was die Kontrolle über die Textausrichtung erleichtert.
Verbessert wurde ausserdem die Verarbeitung von Texten mit unterschiedlichen Schreibrichtungen. Writer erkennt beim Öffnen oder Einfügen die Absatzrichtung und berücksichtigt dabei insbesondere arabische und hebräische Texte sowie gemischte Inhalte.
Bei Dokumenten aus Microsoft Office setzt LibreOffice 26.8 stärker auf den Erhalt vorhandener Inhalte. Neuere Diagrammtypen wie Boxplots, Trichter-, Pareto-, Sunburst-, Treemap- und Wasserfalldiagramme bleiben beim Öffnen und erneuten Speichern erhalten, schreibt die «Heise».
LibreOffice 26.8 verbessert Diagrammerhalt, Calc und Oberfläche
Anzeigen oder bearbeiten kann LibreOffice diese Diagramme allerdings weiterhin nicht. Die zugrunde liegende Diagrammbeschreibung soll beim sogenannten Round Trip trotzdem erhalten bleiben.
Calc erhält berechnete Felder für Pivot-Tabellen und weitere Verbesserungen beim Umgang mit XLSX-Dateien. Auch die Datenvalidierung sowie relative Schriftgrössen in Zellvorlagen wurden erweitert, schreibt das «Swiss IT Magazine».
LibreOffice 26.8 erweitert ausserdem die Möglichkeiten bei der Benutzeroberfläche. Eine tabbasierte Darstellung nähert sich stärker dem Ribbon-Konzept von Microsoft Office an, während klassische Menüs und Symbolleisten weiterhin verfügbar bleiben.
LibreOffice 26.8: Neue Oberfläche und weiterhin keine KI
Nach Angaben der «IT Boltwise» ergänzen eingefärbte Menüs die neuen Oberflächenvarianten. Writer und Calc können dadurch beispielsweise anhand unterschiedlicher Farben leichter unterschieden werden.
Bei Impress und Draw sind nun unterschiedliche Seitengrössen innerhalb eines Dokuments möglich. Impress unterstützt ausserdem benannte Abschnitte und eigene Foliennamen zusätzlich zu den Foliennummern.

Eine weitere Besonderheit betrifft den Umgang mit künstlicher Intelligenz, wie das «Swiss IT Magazine» schreibt. LibreOffice 26.8 enthält weiterhin keine generativen KI-Funktionen und überträgt Dokumente nicht zur Verarbeitung an externe Dienste.
LibreOffice 26.8 bleibt ohne Netzwerkzwang und Abo
Für die Kernfunktionen ist kein Netzwerkzugriff erforderlich. Telemetrie ist weiterhin nicht vorgesehen.
Auch ein Benutzerkonto oder ein Abonnement wird nicht benötigt. Neu erscheint im Startcenter regelmässig ein Hinweis auf Spendenmöglichkeiten.
Für produktive Umgebungen empfiehlt die Document Foundation weiterhin den konservativeren 26.2-Zweig. Dessen Support endet am 30. November 2026.












