Stan Wawrinka: Wildcard-Wahnsinn der US Open ist eine Frechheit!
Er war schon aus New York abgereist, da bekam Stan Wawrinka doch noch eine US-Open-Wildcard. Der Umgang mit dem Ex-Champion ist völlig daneben. Ein Kommentar.

Das Wichtigste in Kürze
- Stan Wawrinka (41) erhielt keine Wildcard für die US Open 2026 – und ist nun doch dabei.
- Dies nur, weil ein Amerikaner verletzt absagen muss.
- Dabei hatte sich der Schweizer schon verabschiedet und war heimgeflogen.
- Der Umgang mit dem Champion von 2016 war eine Frechheit!
Nun also doch: Stan Wawrinka ist an den US Open 2026 mit dabei. Zehn Jahre nach seinem Triumph in New York bestreitet Der 41-Jährige sein letztes Grand-Slam-Turnier.
Dabei profitiert er von einer Wildcard – Der Weg dahin war aber unnötig nervenaufreibend.
Denn ursprünglich wiesen die US Open eine Wildcard-Anfrage des Schweizers zurück. Anstelle des Ex-Champions wurden Gael Monfils – auch er auf Abschieds-Tour – und diverse Amerikaner berücksichtigt.
Wawrinka hatte sich schon verabschiedet
Das sorgte bei zahlreichen Tennisfans für rote Köpfe: Sie hatten sich einen Abschied von Stan Wawrinka in New York unbedingt gewünscht.
Doch der dreifache Grand-Slam-Champion akzeptiert den Entscheid und zeigt einmal mehr seine Klasse. Er verfasst via Instagram einen Abschiedspost an die US Open – ganz ohne Seitenhieb. Der emotionale Text endet mit den Worten: «Für immer dankbar, Für immer New York.»

Dann die Wende: Weil Patrick Kypson (ATP 116) verletzungsbedingt absagt, erbt Wawrinka seine Wildcard. Er schreibt: «Ich bin unfassbar glücklich darüber und freue mich, ein letztes Mal vor den Fans in New York zu spielen.»
Wildcard-Wahnsinn der US Open war eine Frechheit
Doch auch für ihn war der Wildcard-Wahnsinn alles andere als optimal. Eine Instagram-Story zeigte: Wawrinka war bereits wieder in die Heimat zurückgeflogen.
Die neuerliche Reise nach New York wird er natürlich gerne auf sich nehmen. Aber dass es überhaupt so weit kam, ist eine Frechheit!

Denn Stan hat sich seinen Abschied verdient. Er ist noch immer ein Fan-Magnet und weiterhin konkurrenzfähig. An den Australian Open begeisterte er mit zwei Siegen und scheiterte erst an Top-Ten-Spieler Taylor Fritz. In Wimbledon lieferte er einen grossen Kampf gegen Matteo Berrettini (7:6, 6:7, 6:7, 6:7).
Die US Open aber laden lieber Amerikaner ein, die teilweise schlechter klassiert sind als ihr 41-jähriger Ex-Champion (ATP 127). Dabei hatte sich selbst eine Mehrheit der US-Tennisfans Stan Wawrinka gewünscht.
Erst durch eine Verletzung können die US Open diesen Fehler korrigieren. Und Stan Wawrinka bekommt zehn Jahre nach seinem Titel den New-York-Abschied, den er verdient.

















