Türkei begrüsst Auflösung der kurdischen Miliz in Syrien
Die Türkei hat die Auflösung der kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Nachbarland begrüsst. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Einheit in Syrien, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit.

Die Türkei ist eng mit der aktuellen Führung in Damaskus verbunden und beobachtet die Entwicklungen auch mit Blick auf die eigene kurdische Minderheit im Land genau.
Der SDF-Kommandeur Maslum Abdi hatte am Dienstag nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Damaskus die Auflösung der lange im Norden und Nordosten Syriens aktiven Gruppe bekanntgegeben. Al-Scharaa stellte der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge den Kurden zudem erneut muttersprachlichen Unterricht in Aussicht.
Die Türkei betrachtet die von den USA unterstützten SDF als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation. Sie hat in der Vergangenheit immer wieder Militäroperationen in Nordsyrien durchgeführt und weiterhin Truppen dort stationiert.
Die Entwicklungen in Syrien sind für die Türkei auch mit Blick auf den Friedensprozess mit der PKK im Inland von Bedeutung. Die PKK hatte vergangenes Jahr ihre Auflösung verkündet, in diesem Zusammenhang forderte Ankara auch immer wieder ein Ende der SDF in Syrien.
Vor gut zwei Wochen hatte das türkische Parlament zudem ein Gesetz verabschiedet, das eine Freilassung von inhaftierten PKK-Mitgliedern zur Folge haben könnte. Von kurdischen Politikern geforderte demokratische Reformen oder Zusagen für mehr Rechte für die Minderheit wie etwa muttersprachlichen Unterricht blieben jedoch bislang aus.










