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    EU-Kommission nimmt WhatsApp ins Visier

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    WhatsApp hat seit Mai neue Datenschutz-Bestimmungen, Kritikern gefiel das nicht. Die EU-Kommission und Verbraucherschützer greifen nun ein.

    Aktivisten demonstrieren gegen WhatsApp-Nutzungsbedingungen (Archivbild). Foto: Daniel Reinhardt/dpa
    Aktivisten demonstrieren gegen WhatsApp-Nutzungsbedingungen (Archivbild). Foto: Daniel Reinhardt/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen umstrittener Datenschutzregeln verlangt die EU-Kommission zusammen mit Verbraucherschützern Aufklärung vom Messenger-Dienst WhatsApp.

    Zusammen mit einem Netzwerk für Verbraucherschutz (CPC) habe man ein entsprechendes Schreiben an das zum Meta-Konzern (ehemals Facebook) gehörende Unternehmen geschickt, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Man verlange hinsichtlich der Nutzungsbedingungen sowie der Datenschutzregeln von 2021 Aufklärung.

    WhatsApp hatte im Mai vergangenen Jahres neue Datenschutz-Bedingungen eingeführt. Die Sorge vieler Kritiker war unter anderem, dass dadurch mehr Daten mit der Konzernmutter geteilt werden sollen. WhatsApp wies dies zurück. Nach einer Strafe der irischen Datenschutzbehörde von 225 Millionen Euro ergänzte WhatsApp schliesslich die Nutzungsregeln mit weiteren Informationen.

    Der zuständige EU-Kommissar Didier Reynders forderte nun: «WhatsApp muss sicherstellen, dass Verbraucher verstehen, wozu sie zustimmen und wie ihre persönlichen Daten genutzt werden.» Er erwarte von dem Unternehmen, sich an EU-Regeln zu halten. Deshalb habe man nun einen offiziellen Dialog begonnen. WhatsApp habe bis Ende Februar Zeit, konkrete Zusagen zu machen, wie es auf die Bedenken reagieren will.

    Der Dienst kündigte in einer Reaktion am Donnerstag lediglich an, man wolle der Kommission erläutern, wie WhatsApp die Privatsphäre der Nutzer gemäss der Verpflichtungen nach EU-Recht schütze.

    Konkret geht es in dem Schreiben den Angaben zufolge etwa darum, ob Verbrauchern die Folgen der Zustimmung zu den neuen Regeln deutlich genug sind und um die Benachrichtigungen in der App, mit denen Verbraucher zur Zustimmung aufgefordert werden. Zudem sei man über den Austausch persönlicher Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Dritten oder anderen Unternehmen des Meta-Konzerns besorgt.

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