Discord bleibt bis auf weiteres unabhängig. Die Übernahmegespräche mit Microsoft wurden ohne eine Übereinkunft beendet.
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Das Logo des Chat und Videoforums Discord. - Discord

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft wird Discord nicht übernehmen, der Onlinedienst bleibt vorerst unabhängig.
  • Die Übernahme hätte Microsoft rund zehn Milliarden Dollar gekostet.

Im März wurden Gerüchte über das Interesse von Microsoft an Discord, einem Onlinedienst für Instant Messaging, laut. Kurz darauf berichtete das «Wall Street Journal», dass die Gespräche wohl beendet seien und der Onlinedienst vorerst unabhängig bleibe.

Discord bleibt unabhängig

Microsoft ist seit geraumer Zeit auf einer grossangelegten Einkaufstour. Die vielen verschiedenen Einkäufe erstrecken sich über diverse Geschäftszweige des Unternehmens. Erst vor kurzem übernahm Microsoft den Konzern Zenimax Media, die Muttergesellschaft des Videospielentwicklers Bedestha Softworks. Insgesamt hat dies 7,5 Milliarden Dollar gekostet.

Microsoft Discord
Das Microsoft-Logo auf einem Bürogebäude in München, Deutschland, Microsoft wird Discord nicht übernehmen, der Onlinedienst bleibt vorerst unabhängig. - Keystone

Auch der Sprachverarbeitungsspezialist Nuance wanderte für 19,7 Milliarden Dollar zu Microsoft. Mit diesem Einkauf versucht Microsoft, seine Marktposition im digitalen Gesundheitswesen stärken.

Grosser Betriebsgewinn trotz vieler Übernahmen

Microsoft konnte im letzten Weihnachtsquartal, trotz der vielen Übernahmen und Einkäufe, einen Betriebsgewinn von 17,9 Milliarden Dollar verbuchen. Die Kassen sind also noch immer gut gefüllt und die Mittel hätten zur Übernahme von Discord verwendet werden können. Die Übernahme hätte Microsoft rund zehn Milliarden Dollar gekostet.

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Stanislav Vishnevskiy, der Gründer und CTO von Discord.
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Jason Citron, der Gründer und CEO von Discord

Doch zur Fusion mit dem Onlinedienst ist es nicht gekommen. Die Unternehmen scheinen getrennte Wege zu gehen. Das «Wall Street Journal» berichtet nun, dass es definitiv zu keiner Übernahme gekommen und die Gespräche beendet worden seien.

Börsengang wird in Betracht gezogen

An Discord waren neben Microsoft noch mindestens zwei weitere Unternehmen interessiert. Doch der Dienst mit 140 Millionen monatlichen Nutzern entschied sich, unabhängig zu bleiben. Vielleicht wird sogar ein Börsengang in Betracht gezogen.

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