Xi ruft SOZ-Partner zu Zusammenhalt auf

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    China,

    Chinas Staats- und Parteichef Xi fordert beim SOZ-Gipfel Einheit unter den Mitgliedern. Er warnt vor der Mentalität des Kalten Krieges und Blockkonfrontationen.

    Xi Jinping SOZ
    Der chinesische Präsident und Parteichef Xi Jinping am Montag beim SOZ-Gipfel in Tianjin. - Keystone

    China setzt beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Tianjin ein klares Signal. Xi Jinping (72) rief die Mitgliedsstaaten auf, die Gemeinsamkeiten zu betonen und Unterschiede beiseitezulassen, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    Zudem warnte er vor einer Mentalität des Kalten Krieges, Blockkonfrontationen und Schikanen. Es gehe darum, Frieden und Stabilität in der Region zu fördern, so Xi laut der «Tagesschau».

    Glaubst du, dass sich die globalen Machtverhältnisse in absehbarer Zeit zu Gunsten asiatischer Länder verschieben?

    Die SOZ steht aktuell vor Herausforderungen durch unterschiedliche geopolitische Interessen ihrer zehn Mitgliedsländer. Xi betonte die Bedeutung der Organisation für Frieden, Entwicklung und Wohlstand in der Region, so «The Pioneer».

    Xi lobt Zusammenarbeit

    Er hob die Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus und Investitionen in die Industrie hervor. Beim Gipfel kündigte Xi zudem 2 Milliarden Yuan (rund 270 Millionen Schweizer Franken) Unterstützung für SOZ-Mitglieder an.

    Neben Xi sprachen auch Irans Präsident Massud Peseschkian (72) und Indiens Premier Narendra Modi (74). Zum Abschluss des Gipfels sei die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung geplant, so die «Zeit».

    Xi Jinping Wladimir Putin
    Freundlicher Empfang: Xi Jinping und Wladimir Putin in Tianjin. - Keystone

    Der russische Präsident Putin traf ebenfalls in Tianjin ein und absolvierte Treffen mit Modi und dem türkischen Präsidenten Erdogan. Laut dem «ZDF» gab Putin in Tianjin dem Westen Schuld am Ukraine-Krieg vor und kritisierte die aktuelle Weltordnung.

    Gegengewicht zum Westen

    Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit wurde 2001 gegründet. Gründungsmitglieder sind China, Russland und Kasachstan. Mittlerweile umfasst die SOZ zehn Staaten, darunter Indien, Pakistan, Iran (seit 2023) und Belarus (seit 2024).

    Karte Tianjin Xi
    Xi hat in der 14-Millionen-Megacity Tianjin im Osten Chinas zum SOZ-Gipfel geladen. - Open Street Map

    Die Organisation ist vor allem auf Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgerichtet. Die Mitglieder erzielen zusammen eine Wirtschaftsleistung rund 25,6 Billionen Franken.

    Die SOZ sieht sich als Gegengewicht zu westlichen Bündnissen und soll rund 40 Prozent der Weltbevölkerung vertreten. Allerdings belasten Spannungen die Beziehungen zwischen den Staaten, so beispielsweise Grenzstreitigkeiten zwischen China und Indien.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3698 (nicht angemeldet)

    Super wie Trump die ganze Welt gegen sich und die USA aufhetzt. Das kommt nicht gut.

    User #2645 (nicht angemeldet)

    nun, bald sehen wir die grösste Sondermüll Parade der Welt. Herr Maurer, unser Müll Spezialist wird sie betreffend Entsorgung gut beraten können

    Weiterlesen

    China Flagge
    4 Interaktionen
    Appell
    Putin Xi
    40 Interaktionen
    Treffen in China
    SOZ-Mitglieder
    19 Interaktionen
    Kritik

    MEHR IN NEWS

    Vucic
    Nach Vucic-Abwahl
    Nicole Burger
    9 Interaktionen
    «Schmunzeln»
    ESC 2027 Bulgarien
    In Bulgarien
    Eglisau/St.Gallen

    MEHR AUS CHINA

    VW
    Südhalbkugel
    KI-Blase
    Massive Verluste
    3 Interaktionen
    Hefei
    China
    Shanghai