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    EU-Parlamentarier geisseln Chinas Pläne für Sicherheitsgesetz

    Keystone-SDA
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    China,

    Die Pläne Chinas für ein Sicherheitsgesetz in Hongkong stossen bei führenden Parlamentariern der Europäischen Union auf scharfe Kritik.

    EU-Politiker wollen nicht einfach hinnehmen, dass China in Hongkong die Daumenschrauben in Richtung weniger Freiheit weiter anzieht. (Symbolbild)
    EU-Politiker wollen nicht einfach hinnehmen, dass China in Hongkong die Daumenschrauben in Richtung weniger Freiheit weiter anzieht. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/Kin Cheung

    Das Wichtigste in Kürze

    • China hat ein neues Sicherheitsgesetz für Hongkong vorgelegt und neue Proteste ausgelöst.
    • International gibt es Sorgen um die Autonomie der Sonderverwaltungszone.
    • Auch führende Parlamentariern der Europäischen Union üben scharfe Kritik.

    «Die internationale Gemeinschaft muss sich mit Nachdruck für die Freiheit von Hongkong einsetzen.» Dies sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, David McAllister, der «Welt» vom Dienstag.

    Die jüngsten Ereignisse müssten auch im Plenum des Europäischen Parlaments diskutiert werden, forderte der CDU-Politiker. Er fügte hinzu: «Der völkerrechtlich vereinbarte Grundsatz 'Ein Land, zwei Systeme' und damit der Status Hongkongs als autonome Stadt, wird durch das geplante Sicherheitsgesetz erheblich gefährdet.»

    Protest in Hongkong am Sonntag
    Protest in Hongkong am Sonntag - AFP

    Der Chef der China-Delegation im EU-Parlament, Reinhard Bütikofer (Grüne), appellierte an die EU-Aussenminister, «dass sie am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung deutlich machen, dass das Vorgehen Pekings einen unzulässigen Eingriff in die Autonomie Hongkongs darstelle.

    Bütikofer forderte die EU zu mehr Druck gegenüber China auf: «Es ist unangemessen für eine Wertegemeinschaft wie die Europäische Union, auf die geplante massive Einschränkung von Freiheitsrechten und auf die Hilferufe von jungen Demokratie-Aktivisten in Hongkong mit lautem Schweigen statt Klartext zu reagieren.»

    Neue Proteste in Hongkong

    Trotz der Coronavirus-Pandemie demonstrierten in Hongkong wieder Tausende gegen den Einfluss Chinas in der Sonderverwaltungsregion.

    Auslöser der Proteste am Sonntag waren Pekings Pläne für ein Gesetz, das den Einsatz chinesischer Sicherheitsorgane in Hongkong ermöglichen soll.

    Joshua Wong
    Der Demokratie-Aktivist Joshua Wong. - AFP

    Der Führer der Demokratiebewegung, Joshua Wong, forderte, Proteste zu organisieren, auch wenn dies nicht erlaubt sei. Die internationale Gemeinschaft müsse sich für Hongkong einsetzen.

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