Walmart schiesst ein Eigentor: Der Einzelhandelskonzern klagte fälschlicherweise gegen eine Frau aus Alabama – und schuldet ihr nun 2,1 Millionen US-Dollar.
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Walmart klagte gegen die falsche Person. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Walmart drohte einer unschuldig gesprochenen Diebin mit einer Klage.
  • Nun erhält die Ex-Angeklagte einen Schadensersatz von 2,1 Millionen US-Dollar.
  • Scheinbar hat Walmart tausenden Einkäufern mit Klagen gedroht.

Einer Frau aus dem US-Bundesstaat Alabama wurde vorgeworfen, aus einem Walmart gestohlen zu haben. Die Krankenschwester behauptete jedoch, dass ein defekter Self-Checkout-Automat Grund für den vermeintlichen Diebstahl war.

Das Gericht gab der Amerikanerin recht und wies den Fall 2017 ab. Doch wenig später erhielt die Ex-Angeklagte Post von einer Anwaltskanzlei aus Florida, die ihr mit einer Zivilklage drohte. Nur wenn sie 200 Dollar als Vergleich zahlen würde, würde man nicht klagen.

Tausende Bürger Alabamas betroffen

Offenbar haben Tausende Bürger in ganz Alabama solche Drohungen erhalten. «Walmart hat nach einem bestimmten Muster unschuldige Bürger von Alabama fälschlicherweise des Ladendiebstahls beschuldigt. Anschliessend haben sie versucht, Geld von den unschuldig Beschuldigten einzutreiben», heisst es in der Klage der Krankenschwester.

Mit diesem Trick hat Walmart in den letzten Jahren hunderte Millionen Dollar eingenommen. Ganz zum Glück der Krankenschwester, die von Walmart nun 2,1 Millionen US-Dollar Schadensersatz erhält.

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