Um ihre Schulden bei einem Drogendealer zu begleichen, lagerte die selbst ernannte «Gangster-Oma» Kokain in ihrer Küche und betrieb eine Drogen-Hotline.
Kokain
Maureen Thompson nennt sich online selbst «Gangster-Oma». - Facebook/@Maureen Thompson

Das Wichtigste in Kürze

  • Maureen Thompson arbeitete als Verkehrspolizistin.
  • Nachdem sie ihren Job aufgeben musste, geriet sie in die schiefe Bahn.
  • Die Polizei kam ihr wegen einer Socke auf die Schliche.

Maureen Thompson ist pensionierte Verkehrspolizistin – und Drogendealerin.

Ihrem Doppelleben kam die Polizei vor knapp zwei Jahren auf die Spur. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei der 61-Jährigen 47 Päckchen Kokain gefunden.

Einen Teil davon versteckte die selbsternannte «Gangster-Oma» in der Küche. Das weisse Pulver wurde zudem in einer Socke versteckt. Eine weisse Mülltüte offenbarte ausserdem Streckmittel zum Aufpeppen der Drogen.

Ein Beamter präsentiert Kokain.
Die «Gangster-Oma» versteckte Kokain unter anderem in einer Socke. - Keystone

Gefunden wurde ebenfalls ein Notizbuch, in dem Thompson eine Strichliste der Schuldner führte. Ausserdem soll sie eine Drogen-Hotline betrieben haben, berichtet «Daily Star».

Oma konsumierte auch selbst Kokain

Die Rentnerin bestritt zunächst, irgend eine Verbindung zum Kokain zu haben. Ihre Socke verriet sie jedoch. Dies, da sie beim Verhör die gleichen Strümpfe trug, in der sie auch die Drogen versteckte.

Mit dem eigenen Drogenkonsum startete Thompson, nachdem sie ihren Beruf nach einem Unfall aufgeben musste. Sie gesteht: «Durch die Schmerzmittel, die ich einnahm, geriet ich ausser Kontrolle und fing an, Klasse-A-Drogen zu nehmen.»

Kokain
Maureen Thompson verkaufte nicht nur Kokain, sondern konsumierte dieses auch selbst (Symbolbild). - Keystone

Und: «Ich hatte erhebliche Schulden bei einem Drogendealer und konnte diese Schulden nicht bezahlen. Also stimmte ich zu, dass der Dealer mein Konto für Einzahlungen und Abhebungen von Drogengeldern nutzen konnte.» Vor dem Bolton Crown Court wurde die Britin zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Ausserdem muss sie an einem Drogenrehabilitationsprogramm teilnehmen.

«Knapp einer Gefängnisstrafe entgangen»

Richter Martin Walsh rechtfertigte den milden Schuldspruch: «Diese Straftat wurde nach einer langen Periode des Unglücks und des Elends begangen. Diese habe dazu geführt, dass sie die Kontrolle über ihr eigenes Leben verloren habe. Er betonte jedoch mit Nachdruck: «Aber ich will es ganz klar sagen: Sie sind nur knapp einer Gefängnisstrafe entgangen.»

Etwas Gutes hat das Ganze, denn bei Thompson würde ein geringes Risiko bestehen, dass sie wieder rückfällig wird.

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