Eine besondere Studie in Israel drehte sich um die Navigationsfähigkeit von Goldfischen. Die schuppigen Tierchen beherrschten das Autofahren in nur zehn Tagen.
Goldfisch
An der israelischen Ben-Gurion-Universität wurde ein erfolgreiches Experiment mit Goldfischen durchgeführt. - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler in Israel interessierten sich für die angeborene Navigationsfähigkeit.
  • Dafür wurde ein aufsehenerregendes Experiment mit Goldfischen durchgeführt.
  • Diese navigierten ein motorisiertes Becken in kurzer Zeit zum Ziel.

Bis das Autofahren annähernd beherrscht wird, vergehen oft zahlreiche Übungsstunden. Bei Goldfischen reichen zehn Tage.

In einer Studie der israelischen Ben-Gurion-Universität konnten die Tiere erfolgreich ein Roboterauto steuern. Beim kuriosen Experiment ging es um die Frage, ob die angeborene Navigationsfähigkeit von Tieren universell oder beschränkt ist.

Goldfische liessen sich nicht täuschen

Auf ein motorisiertes Goldfischbecken wurde ein Kamerasystem befestigt. Dieses zeichnete die Bewegung der Fische auf. Deren Regung wurde infolge in Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsrichtungen für die Räder übertragen.

Für das Experiment selbst wurde ein sichtbares Ziel an der Wand gegenüber dem Becken angebracht. Nach zehn Trainingstagen steuerten die schuppigen Tierchen erfolgreich ihr Ziel an. Sie hätten sich auch nicht durch falsche Ziele, die von den Forschern aufgebaut wurden, beirren lassen. Dies berichtet die Universität in einer Mitteilung.

Wie gut schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Autofahrer ein?

Die Wissenschaftler zogen einen vielversprechenden Schluss aus dem besonderen Experiment. Demnach übertrifft die Navigationsfähigkeit eines Goldfisches die seiner Umgebung im Wasser. Sie sind fähig, eine Aufgabe zu erlernen, die sich von derjenigen unterscheidet, in der sie sich entwickelt haben.

Fisch
Ein Goldfisch. - Unsplash

Shachar Givon, Doktorandin im Fachbereich Biowissenschaften, sagt dazu: «Jeder, der schon einmal versucht hat, Fahrradfahren oder Autofahren zu lernen, weiss, dass dies anfangs eine grosse Herausforderung ist.»

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