Wegen eines Gesetzes in Israel darf ein australischer Vater das Land bis zum Jahr 9999 nicht verlassen – sofern er nicht zwei Millionen Franken zahlt.
Palästinenser
Israel erteilt seit 2009 erstmals wieder Anmeldegenehmigungen. Davon profitieren im Westjordanland wohnhafte Palästinenser. Das Bild zeigt die Flagge von Israel. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Australier Noam Huppert gelangte 2013 in die Fänge der israelischen Justiz.
  • Bei nicht im Voraus bezahlten Alimenten darf er das Land für viele Jahre nicht verlassen.

Seit neun Jahren sitzt der Australier Noam Huppert in Israel fest. Das wird er wohl noch für die nächsten 8000 Jahre. Zumindest nach einem Gesetz, das im Nahost-Land gilt.

Im Jahr 2012 zog der Australier nach Israel, da seine zwei kleinen Kinder bei seiner israelischen Ex-Frau leben. Diese verklagte Huppert jedoch auf Unterhaltszahlung für die Kids.

Israel
Ein Gericht in Israel verurteilte den Australier Noam Huppert zu Unterhaltszahlung von rund zwei Millionen Franken (Symbolbild). - AFP/Archiv

Ein Jahr später wurde er vom Gericht dazu verpflichtet, im Voraus Alimente für seinen Nachwuchs zu bezahlen. Bis zur Volljährigkeit wären dies monatlich rund 1500 Franken. Insgesamt würde sich die Summe auf zwei Millionen Franken belaufen.

Früheste Ausreise am 31. Dezember 9999

Der 44-Jährige kann das Land erst dann wieder verlassen, wenn die Zahlungen getätigt sind. Ansonsten muss er bis zum 31. Dezember 9999 in Israel ausharren. Selbst eine Reise ins Ausland liegt während dieser Zeit nicht drin.

Gegenüber «News.com.au» erklärte der Vater, dass australische Bürger von der israelischen Justiz verfolgt würden. Dies, weil sie mit einer israelischen Frau verheiratet seien.

Demnach können Frauen dem Vater leicht ein Reiseverbot auferlegen und Unterhaltszahlungen für die Kinder verlangen. Auch, wenn sich diese bis zu deren Volljährigkeit erstrecken würden.

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