Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadéra, hat eine neue Regierung ernannt, die Einheit schaffen soll.
Faustin Archange Touadéra
Staatschef Faustin Archange Touadéra. - AFP/Archiv

In der Zentralafrikanischen Republik hat Präsident Faustin-Archange Touadéra eine neue Regierung für seine zweite Amtszeit ernannt, die Einheit in dem Krisenstaat schaffen soll.

Es handele sich um eine «integrative» Regierung, in der auch Vertreter mehrerer Oppositionsparteien vertreten seien, teilte Touadéra am späten Mittwochabend per Dekret mit.

Gold und Diamanten

Wichtige Ministerien wie Wirtschaft, Aussenpolitik, Gesundheit, Bildung und Telekommunikation wurden jedoch mit Vertretern der Regierungspartei besetzt.

Touadéra war in dem an Gold und Diamanten reichen Krisenstaat Ende März für eine zweite, fünfjährige Amtszeit vereidigt worden. Kurz darauf wurde, wie von der Verfassung vorgesehen, die Regierung aufgelöst.

Der 63-Jährige war im Dezember wiedergewählt worden. Die Abstimmung war von Angriffen einer neuen Rebellen-Allianz auf Sicherheitskräfte und UN-Soldaten überschattet worden, die die politische Landschaft und Gesellschaft des afrikanischen Binnenstaats weiter polarisierte.

Seit einer Rebellion 2013, bei der der ehemalige Präsident Francois Bozize gestürzt wurde, hat die Zentralafrikanische Republik keine Stabilität gefunden.

Arme ehemalige französische Kolonie

Ngrébada übernahm 2019 das Amt des Premierministers, nachdem die Regierung mit 14 bewaffneten Gruppen ein Friedensabkommen unterzeichnet hatte, das einen anhaltenden Bürgerkrieg beenden sollte. Die ehemalige französische Kolonie mit seinen rund 4,7 Millionen Einwohnern ist trotz reicher Mineralienvorkommen verarmt.

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