Auch am Freitag wurde in Myanmar landesweit gegen die Militärjunta protestiert. Mindestens 320 Menschen sind seit dem Putsch gestorben.
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Demonstranten nehmen an einem Protest gegen die Militärjunta in Myanmar teil. Die Militärjunta hat am 24. März mehr als 600 festgenommene Demonstranten freigelassen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Militärführung geht in Myanmar seit Wochen gewaltsam gegen jeden Widerstand vor.
  • Die Zahl der Toten ist nun auf mindestens 320 angestiegen.
  • Einsatzkräfte sollen «Wohngebiete in Kampfzonen» verwandeln.

Die Zahl der Toten durch die Militärgewalt in Myanmar steigt weiter. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP sind in den knapp acht Wochen seit dem Putsch vom 1. Februar mindestens 320 Menschen gestorben, davon elf allein am Donnerstag.

Knapp 3000 Inhaftierte seit Umsturz

In Taunggyi im zentralen Shan-Staat seien vier Zivilisten erschossen und viele weitere verletzt worden, als Einsatzkräfte «Wohngebiete in Kampfzonen» verwandelten, hiess es in einer Mitteilung.

Soldaten seien auch in Häuser eingedrungen und hätten viele überwiegend junge Leute festgenommen, so AAPP. Die Zahl der Inhaftierten seit dem Umsturz stieg auf insgesamt knapp 3000. Weitere Tote gab es am Donnerstag in der nördlichen Region Mandalay, im zentralen Sagaing und im südlichen Bago. Auch am Freitag hielten die landesweiten Proteste gegen die Junta an.

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Im Februar gab es einen Militärputsch in Myanmar (Birma). - dpa

«Dieser Krieg ist erst zu Ende, wenn wir ihn gewonnen haben», sagte ein Aktivist, der anonym bleiben wollte, bei einer Demo in der Nähe der berühmten Sule-Pagode in der grössten Stadt Yangon (früher: Rangun). «Wir hören nicht auf, bis es Freiheit und Gerechtigkeit gibt.»

Zunehmende Härte gegen Widerstand

Im früheren Birma geht die neue Militärführung seit Wochen mit zunehmender Härte gegen jeden Widerstand vor. Die Demonstranten fordern die Freilassung und Wiedereinsetzung der faktischen Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die seit dem Putsch im Hausarrest sitzt. Die USA und Grossbritannien hatten am Donnerstag weitere Sanktionen verhängt, die auf die wirtschaftlichen Ressourcen des neuen Führungsapparats abzielen. Die Generäle zeigen sich von allen Appellen und Massnahmen bislang unbeeindruckt.

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