Myanmar: Hilfe nach der Katastrophe stockt weiter

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    Myanmar,

    Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar kämpfen Hilfsorganisationen mit logistischen Problemen und unzureichender Finanzierung.

    Myanmar steht den Vereinten Nationen zufolge vor einer schweren humanitären Krise. Foto: Kaung Htet Lin/World Food Programme/dpa
    Myanmar steht den Vereinten Nationen zufolge vor einer schweren humanitären Krise. Foto: Kaung Htet Lin/World Food Programme/dpa - dpa-infocom GmbH

    Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7.7 Myanmar und hinterliess eine Spur der Verwüstung. Über 3'600 Menschen starben, mehr als 17 Millionen sind betroffen, wie «MSF» berichtet.

    In den Regionen Mandalay, Naypyidaw und Sagaing wurden Häuser, Krankenhäuser und Infrastruktur zerstört. Viele Menschen leben im Freien, aus Angst vor Nachbeben.

    Logistische Herausforderungen erschweren Hilfe

    Hilfsorganisationen kämpfen mit zerstörten Strassen, Brücken und Telekommunikationstürmen. Diese Hindernisse verzögern die Verteilung von lebenswichtigen Gütern, wie «Plan International» berichtet.

    Die Versorgung mit sauberem Wasser, medizinischer Hilfe und Notunterkünften bleibt kritisch. Krankenhäuser sind überlastet und können die steigende Zahl von Verletzten kaum bewältigen.

    Myanmar Erdbeben
    Indien liefert Hilfsgüter ins erdbebenerschütterte Myanmar. - AP Photo/Aung Shine Oo

    China hat 137 Millionen US-Dollar (112 Millionen Franken) für die Katastrophenhilfe zugesagt und über 30 Rettungsteams entsandt, wie «Reuters» berichtet. Die EU stellte zusätzliche 10 Millionen Euro (9 Millionen Franken) bereit und organisierte Luftbrückenflüge mit Hilfsgütern.

    Trotz dieser Hilfe bleibt die Finanzierung unzureichend. Nur ein Drittel der benötigten Mittel für die humanitäre Hilfe in Myanmar wurde bisher bereitgestellt.

    Myanmar: Lokale Solidarität und dringende Appelle

    Kirchen vor Ort dienen als Notfallzentren und verteilen Lebensmittel, Wasser und Moskitonetze an Bedürftige, wie «World Evangelical Alliance» berichtet. Die Organisationen rufen dringend zu weiteren Spenden auf, um die Krise zu bewältigen.

    Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, den Zugang für humanitäre Helfer zu erleichtern. Damit sollen langfristige Lösungen für die betroffenen Regionen geschaffen werden.

    Kommentare

    User #1199 (nicht angemeldet)

    Aber bei uns werden kräftig mit allen Tricks Spenden gesammelt. Was geschieht mit dem gesammelten Geld, versickert das auch in nicht definierbaren Kanälen?

    User #1294 (nicht angemeldet)

    Nicht so stürmen bitte. Die CEOs der Hilfsorganisationen müssen erst mal ihren fetten Anteil berechnen. Dann sehen wir, ob da noch was für Myanmar übrig bleibt.

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