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    WHO zollt Krankenschwestern und Pflegern Respekt

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    Deutschland,

    Ohne das Krankenpflegepersonal ist der Kampf gegen Epidemien aussichtslos, wie die UN-Organisation unterstreicht. Sie fordert neben Anerkennung für die Schwestern und Pfleger weltweit noch etwas anderes: Investitionen.

    Krankenschwester Pfleger
    Am 30. Juli 1984 war die 19-jährige Maria Köhler nicht zu ihrem Dienst in einem Aschaffenburger Spital erschienen. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Weltweit fehlen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 5,9 Millionen professionelle Krankenschwestern und Pfleger.

    Das geht aus einem Bericht der UN-Organisation hervor, der in Genf veröffentlicht wurde.

    Derzeit arbeiten demnach 27,9 Millionen Menschen in Pflegeberufen, nur 19,3 Millionen davon sind auch in diesen Berufen ausgebildet worden. Der Mangel an Pflegekräften ist zwischen 2016 und 2018 weltweit gesehen leicht gesunken. 90 Prozent der Pflegekräfte sind laut dem Bericht weiblich.

    «Pflegekräfte sind das Rückgrat jedes Gesundheitssystems. Heute finden sich viele davon an vorderster Front im Kampf gegen Covid-19», sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Lungenkrankheit Covid-19 wird durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst, gegen das sich derzeit Länder in aller Welt mit teils strikten Massnahmen stemmen.

    Auch das Europa-Büro der Organisation würdigte die Arbeit des Pflegepersonals. Ohne Krankenschwestern, Hebammen und andere Gesundheitsmitarbeiter könnten Länder ihren Kampf gegen Krankheitsausbrüche nicht gewinnen, teilte das Regionalbüro anlässlich des Weltgesundheitstages in Kopenhagen mit.

    «Unser Kampf gegen Covid-19 hat noch einmal gezeigt, wie grundlegend der Pflegeberuf für die Gesellschaft und für uns alle ist», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. «Konfrontiert mit den aussergewöhnlichsten Umständen und schwierigsten Arbeitsbedingungen sind Krankenschwestern in der europäischen Region und auf der ganzen Welt der Herausforderung mit Mut, Mitgefühl und Professionalität begegnet.» Dafür verdienten sie grössten Dank und Respekt. Zugleich forderte sein Büro Regierungen dazu auf, mehr in die Aus- und Weiterbildung sowie Anstellung von Krankenschwestern und -pflegern zu investieren.

    «Engpässe beim Pflegepersonal kosten Leben», sagte Howard Catton, Geschäftsführer des Weltbundes für Krankenschwestern und Krankenpfleger. «Die Sterberaten sind überall da höher, wo es zu wenig Krankenschwestern und Pfleger gibt.» Die Länder sollten daher auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für diese Berufsgruppe ernster nehmen. «Die Krankenschwestern und Pfleger auf der ganzen Welt brauchen eine Verbesserung bei der Bezahlung», erklärte Catton.

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