Waldbrände in Patagonien zerstören über 15'000 Hektar Fläche
Argentiniens Süden kämpft gegen verheerende Waldbrände. Mehr als 15'000 Hektar Fläche sind bereits vernichtet worden.

In der argentinischen Region Patagonien wüten seit Montag heftige Waldbrände, die eine Fläche von über 15'000 Hektar zerstört haben.
Die Behörden der Provinz Chubut vermeldeten nahe der Kleinstadt Epuyén Schäden von fast 12'000 Hektar, wie «ZDFheute» berichtet.
Weitere 3800 Hektar stehen in den Provinzen Chubut und Santa Cruz in Flammen, meldet Argentiniens Notfallbehörde. Mehr als 500 Einsatzkräfte sind mittlerweile gegen die Feuer im Einsatz und werden von Löschflugzeugen sowie Hubschraubern unterstützt.
Trockenheit begünstigt Ausbreitung der Waldbrände
Die Region erlebt derzeit die schlimmste Dürre seit 1965, wie Gouverneur Ignacio Torres gegenüber dem «Radio Mitre» erklärte. Torres forderte auf, «nie wieder die Folgen des Klimawandels herunterzuspielen», zitiert ihn die «Zeit».
Die hohen Temperaturen und der starke Wind erschweren laut der «Tagesschau» die Löscharbeiten erheblich. Fünf Brandherde sind weiterhin ausser Kontrolle und bedrohen mehrere kleine Gemeinden in der beliebten Reiseregion.
Rund 3000 Touristen mussten bereits aus der Umgebung in Sicherheit gebracht werden, heisst es weiter. Mindestens zehn Häuser fielen den Flammen zum Opfer.
Regierung vermutet Brandstiftung
Ein freiwilliger Feuerwehrmann liegt mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation eines Spitals, so der «Deutschlandfunk». Betroffen ist auch der Nationalpark Los Alerces, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
Die argentinische Regierung geht davon aus, dass die Brände vorsätzlich gelegt wurden, meldet «ZDFheute». Erste Hinweise deuteten auf radikale Gruppen aus dem Umfeld des indigenen Volks der Mapuche hin.

Die Region hatte bereits Anfang 2025 schwere Waldbrände erlebt, bei denen 32'000 Hektar zerstört wurden, wie «Euronews» berichtet.












