Wie die Schweiz zum Quanten-Hub werden kann

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Bern,

Die Schweiz soll mit Investitionen von 200 bis 300 Millionen Franken zu einem führenden internationalen Hub für Quantentechnologien werden. Dies empfiehlt eine am Mittwoch veröffentlichte Strategie der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT).

Der Quantencomputer «IBM Quantum System Two» wird diese Woche an einem Kongress in Spanien vorgestellt.
Der Quantencomputer «IBM Quantum System Two» wird diese Woche an einem Kongress in Spanien vorgestellt. - Keystone/EPA EFE/ALBERTO ESTEVEZ

Verfasst wurde die «Swiss Quantum Strategy» von Expertinnen und Experten der Schweizer Quantenkommission (SQK) im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation.

Laut den Autorinnen und Autoren ist die Schweiz mit über 200 Forschungsgruppen zwar in der Quantenforschung gut aufgestellt. «Die Schweiz ist ein kleines Land. Trotzdem ist sie auf diesem sehr kompetitiven Gebiet vorne dran und das in einer unglaublichen Breite», sagte Klaus Ensslin, Präsident der Quantenkommission und Professor an der ETH Zürich bei einer Präsentation der Strategie am Mittwoch.

Nun müsse sie aber den Übergang in die Anwendung und Kommerzialisierung weiter vorantreiben, hiess es von den Expertinnen und Experten. Um auch bei der Entwicklung und Vermarktung eine führende Rolle einzunehmen, brauche es Impulse und Investitionen über die akademische Welt hinaus..

Die Strategie empfiehlt den Aufbau eines internationalen Quantum-Hubs in der Schweiz, der von der öffentlichen Hand und von Privaten gemeinsam getragen wird. Zentral seien fachspezifische Infrastrukturen wie spezialisierte Reinräume, Testeinrichtungen und Kompetenzzentren. Die Experten schätzen den Investitionsbedarf dafür auf 200 bis 300 Millionen Franken.

Um wissenschaftliche Durchbrüche konsequenter in marktfähige Lösungen zu überführen, schlagen die Experten gezielte Förderinstrumente für junge Unternehmen vor. Das Risiko von langfristigen privaten Investitionen solle mit öffentlichen Mitteln und geeigneten Rahmenbedingungen gesenkt werden.

Zudem wird ein staatlich unterstützter Deep-Tech-Fonds empfohlen, um langfristige technologische Entwicklungen auch im Quantenbereich zu ermöglichen.

In der Quantenforschung seien die Entwicklungen unterschiedlich weit fortgeschritten. Während es in der Quantenkryptographie bereits Produkte gebe, bestünden bei leistungsstarken Quantencomputern noch grosse Herausforderungen. Interdisziplinäre Forschung bleibe deshalb entscheidend.

Die Strategie wurde im Rahmen der Swiss Quantum Initiative (SQI) erarbeitet. Die Umsetzung der Initiative erfolgt im Auftrag des Bundes und in Partnerschaft mit dem Schweizerischen Nationalfonds und Innosuisse.

Kommentare

User #4301 (nicht angemeldet)

hahaha, die Träumerei geht immer wieder weiter. Die Schweiz wird gar kein Tech-Hub werden, das garantiere ich jedem Leser hier.

User #1583 (nicht angemeldet)

…geht für die Schweiz um Investitionen, nicht um Technologie oder Standort…!

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