In einer Kläranlage im Süden Russlands sind bei Reinigungsarbeiten mindestens zehn Arbeiter ums Leben gekommen. Sie wurden aus einem der Becken geborgen.
Kläranlage
Ein Detail eines Belebungsbeckens in einem Klärwerk. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zehn Arbeiter sind bei Reinigungsarbeiten in einer Kläranlage in Russland gestorben.
  • Fünf weitere sind in kritischem Zustand auf der Intensivstation.
  • Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt.

Bei Reinigungsarbeiten in einer Kläranlage im Süden Russlands sind Medienberichten zufolge mindestens zehn Arbeiter ums Leben gekommen. Sie seien ohne Lebenszeichnen am Freitag aus einem Becken geborgen worden, meldeten mehrere Nachrichtenagenturen und lokale Medien übereinstimmend.

Die Behörden bestätigten bis zum Nachmittag acht Tote. Fünf Menschen seien auf eine Intensivstation gekommen. Der Zustand von zwei Betroffenen sei kritisch, hiess es. Es wurde zudem nach Vermissten gesucht.

Verdacht auf freigesetztes Methan

Die genauen Umstände waren unklar. Zunächst hiess es, dass Methan freigesetzt worden sein könnte. Nach den Arbeitern war in dem Becken gesucht worden.

Ob das Becken zuvor leer war oder die Arbeiter hineingefallen waren, war zunächst ebenfalls unklar. Das Gelände in der Nähe der Grossstadt Rostow am Don wurde weiträumig abgesperrt.

Zu dem Vorfall kam es in einer Anlage im Dorf Dmitriadowka am Asowschen Meer. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen eines möglichen Verstosses gegen Sicherheitsvorschriften ein.