USA treiben Plan zur Vereinigung Libyens voran

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    Die USA treiben einen Plan zur Vereinigung der verfeindeten Regierungen im Osten und Westen Libyens voran.

    Lybien
    Die USA treiben einen Plan zur Vereinigung der verfeindeten Regierungen im Osten und Westen Libyens voran. - keystone

    US-Aussenminister Marco Rubio empfing in Washington Saddam Haftar, Sohn des libyschen Kommandeurs Chalifa Haftar. Die beiden hätten Bemühungen besprochen, das faktisch gespaltene Land politisch, militärisch und wirtschaftlich zu vereinen, teilte das US-Aussenministerium am Montag nach dem Treffen mit.

    Saddam Haftar ist der jüngste Sohn von Chalifa Haftar, Kommandeur der selbst ernannten Libyschen Nationalarmee (LNA). Diese versuchte zuletzt 2020, die Hauptstadt Tripolis im Westen einzunehmen. Es wird vermutet, dass Saddam eines Tages die Nachfolge seines heute 82 Jahre alten Vaters antreten könnte. Während Haftar mit seiner Familie und Verbündeten vor allem den Osten und Süden des Landes beherrscht, sitzt in Tripolis die Regierung von Abdel Hamid Dbaiba.

    Seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 tobte in Libyen jahrelang ein Bürgerkrieg. Bis heute ringen die beiden Regierungen, unzählige Milizen sowie ausländische Staaten um Ressourcen und Macht in dem ölreichen Wüstenstaat. Kritiker befürchten, dass eine Einigung mit Beteiligung der Haftar- und der Dbaiba-Familien die bestehenden Machtstrukturen in Ost und West nur weiter verfestigen würde. Konkrete Details zu den Plänen der US-Regierung sind bisher nicht bekannt.

    Die Vereinten Nationen bemühen sich seit Jahren vergeblich darum, die politischen Konflikte im Land zu überwinden und einen Wandel anzustossen. Mehrere Versuche, landesweite Wahlen abzuhalten, scheiterten. Seit 2020 gilt eine Waffenruhe, die Sorge vor neuen Kämpfen besteht aber weiter. Der Konflikt wird auch von Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei befeuert.

    US-Präsident Donald Trump wolle den Konflikt lösen und im Fall einer Einigung auch eine Zeremonie in Washington ausrichten, sagte sein Berater für afrikanische und arabische Länder, Massad Boulos, kürzlich in einem Interview. Das Land, das Volk und die Institutionen in Libyen sollten wieder geeint werden, sagte Boulos dem Nachrichtensender Al-Hadath. Kritiker fürchten auch, dass Bemühungen der UN durch die US-Initiative untergraben werden könnten.

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    Kommentare

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Das kommt sicher gut, wie im Iran!

    User #1690 (nicht angemeldet)

    Was treibt Trump denn noch so an ? es reicht

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