US-Militär vermutet weiterhin Iran hinter Angriffen auf Öltanker

    Das US-Militär hält an den Vermutungen fest, dass der Iran hinter den Angriffen auf die beiden Öltanker im Golf von Oman steckt.

    Öltanker US-Soldat
    Ein Soldat der US-Marine steht vor dem beschädigten japanischen Öltanker «Kokuka Courageous» bei einer durch die US-Marine organisierten Besichtigungstour. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das US-Militär vermutet weiterhin den Iran hinter den Öltanker-Angriffen.
    • Die USA haben jedoch keine klaren Beweise dafür.

    Nach Untersuchungen des Öltankers im Golf von Oman vermutet das US-Militär weiterhin den Iran hinter den immer noch ungeklärten Angriffen. So habe die Haftmine, die nach US-Angaben ein Loch in den Öltanker gerissen haben soll, «verblüffende Ähnlichkeit» mit iranischen Fabrikaten.

    Das sagte der Kommandeur der 5. Flotte, Sean Kido, am Mittwoch in der Nähe von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ermittler der US-Marine hätten die Seite des japanischen Frachters untersucht und dort Finger- und Handabdrücke entdeckt, sagte Kido.

    Die entstandenen Schäden deckten sich auch nicht mit der These: Dass ein Flugkörper - etwa eine Rakete - das Schiff getroffen habe. Das US-Verteidigungsministerium hatte zuvor bereits Fotos und Videos veröffentlicht, die die Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionsgarden belegen sollen.

    Stichhaltige Beweise fehlen

    Der Angriff auf die Öltanker einer norwegischen Reederei vor einer Woche hatten Sorgen vor einer militärischen Eskalation am Golf erhöht. Die USA und zuletzt auch die britische Regierung kamen zu dem Schluss, dass der Iran hinter dem Angriff steckt.

    Stichhaltige Beweise wurden dafür bisher aber nicht bekannt. Der Iran weist die Vorwürfe zurück. Mehrere EU-Aussenminister haben klargestellt, dass die europäischen Partner die Vorwürfe Washingtons vorerst nicht geschlossen mittragen.

    Die Spannungen in der Region hielten am Mittwoch an. Am Sitz mehrerer Ölkonzerne im Süden des Iraks schlug eine Rakete ein und verletzte drei Menschen. Die Rakete des Typs Katjuscha ging irakischen Sicherheitskräften zufolge in Al-Bardschisija nahe der Grossstadt Basra zu Boden. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst unklar.

    Der US-Konzern Exxon Mobil, der in dem Gebiet eines seiner weltweit wichtigsten Büros zur Ölförderung betreibt, kommentierte den Angriff nicht. Das Unternehmen verpflichte sich der Sicherheit von Angestellten, Auftragnehmern und Anlagen im Land, teilte eine Sprecherin mit. Die ölreiche Region wird hauptsächlich von Schiiten bewohnt. Dort haben schiitische Milizen mit engen Verbindungen zum Nachbarland Iran starken Einfluss.

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