20 Biosphärenreservate wurden von der Unesco neu anerkannt. Erstmals auf der Liste vertreten sind damit Gebiete in Lesotho, Libyen und Saudi-Arabien.
Rio de Janeiro
Der botanische Garten in Rio de Janeiro gehört zum Weltnaturerbe. Er beherbergt eine der weltweit grössten Sammlungen von tropischen und subtropischen Pflanzen. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Unesco hat 20 neue Gebiete auf die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.
  • Zum ersten Mal schafften es Lesotho, Libyen und Saudi-Arabien auf die Liste.
  • Ziel der Unesco ist es, mit der Anerkennung die nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die Uno-Wissenschafts- und Kulturorganisation Unesco hat am Mittwoch 20 neue Biosphärenreservate in 21 Ländern anerkannt. Erstmalig nahm der zuständige Koordinationsrat bei seiner Sitzung in der nigerianischen Hauptstadt Abuja Gebiete in Lesotho, Libyen und Saudi-Arabien auf.

Weitere in diesem Jahr genehmigte Schutzgebiete befinden sich unter anderem in Kanada, Frankreich, Italien, Russland und Spanien.

Nationalpark
Eingang zum Cross River National Park in Nigeria. - AFP

In Lesotho wurde das laut Unesco auch als «Himmelskönigreich» bezeichnete Matseng-Reservat aufgenommen, das seltene Vögel beherbergt. In Libyen wurde das Reservat Aschaafean aufgenommen, in dem es bedrohte Hyänen und Landschildkröten gibt.

Reservate decken fast fünf Prozent der Erde ab

Die saudi-arabischen Farasan-Inseln beherbergen seltene Gazellen sowie verschiedene Seevögel, Meeresbewohner und Reptilien. Das ebenfalls anerkannte Mura-Drava-Donau-Reservat erstreckt sich gar über fünf Länder: Österreich, Kroatien, Ungarn, Serbien und Slowenien.

Farasan
Vögel auf den Farasan-Inseln in Saudi-Arabien. - Keystone

Jedes Jahr werden neue Biosphärenreservate ausgewiesen, um die nachhaltige Entwicklung zu fördern und den Naturschutz zu unterstützen. Biosphärenreservate werden von den nationalen Regierungen nominiert. Mittlerweile gibt es 727 anerkannte Reservate in 131 Ländern, die insgesamt fast fünf Prozent der Erde abdecken.

Fünf Reservate in Gabun, Bulgarien, Rumänien und Russland wurden jedoch von der Liste gestrichen. Sie erfüllten laut Unesco entweder nicht mehr die Kriterien oder die Regierungen hatten um die Streichung gebeten.

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