Tod

Iran bestätigt den Tod von Laridschani

Vor bald zwei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.

Ali
Der Spitzenfunktionär Ali Laridschani. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
  • Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
  • Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran reagiert Teheran mit Gegenschlägen und Drohungen gegen Schifffahrt und Militärbasen in der Region. Besonders die Seeschlacht um die wichtige Handelsroute, die «Strasse von Hormus», verschärft sich.

Weltweit machen sich Regierungen derweil vor allem besonders um den weiterhin hohen Ölpreis grosse Sorgen.

US-Präsident Donald Trump hat schon mehrfach versucht, einen Einfluss darauf zu nehmen und ein baldiges Kriegsende erwähnt, doch konkrete politische Ziele der USA bleiben unklar.

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Gleichzeitig verstärken die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in der Region: Das Pentagon hat zusätzliche Kriegsschiffe sowie rund 5000 Marineinfanteristen in den Nahen Osten entsandt.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:

Iran bestätigt den Tod von Laridschani

22.20: Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherhetsrates zum «Märyrer» geworden sei.

Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hiess es, «ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.»

Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani

21.32: Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bestätigt.

Soleimani
Gholamresa Soleimani ist tot. - keystone

Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und «zum ehrenvollen Märtyrer-Tod» gratulierten.

Zugleich erklärten sie, die «Basidsch-Kämpfer» würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben.

Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff

21.17: In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten.

Bagad
Über der US-Botschaft in Bagdad steigt Rauch auf. - keystone

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon

21.12: Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon.

Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung

18.43: US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. «Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst», sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weissen Haus.

Trump Martin
Trump gibt sich bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin unbeirrt. - keystone

Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

Die Debatte um die sogenannten «Boots on the ground», also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel.

Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste

18.32: Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat die von Israel verkündete Tötung des einflussreichen iranischen Generalsekretärs des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, als «sehr wichtigen Schritt» gelobt.

Herzog
Israels Staatspräsident Izchak Herzog. - keystone

Dies eröffne den Menschen im Iran den Freiraum für Proteste, sagte Herzog laut Angaben seines Büros.

Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an

17.24: Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran.

«In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt», teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

Trump wettert gegen die Nato

17.09: US-Präsident Donald Trump hat sich via Truth Social zu Wort gemeldet. Sein Post folgt auf zahlreiche Absagen von Nato-Ländern, die einen militärischen Einsatz im Iran-Krieg ausgeschlossen haben.

Trump schreibt: «Die Vereinigten Staaten wurden von den meisten unserer Nato-‹Verbündeten› darüber informiert, dass sie sich nicht an unserer Militäroperation gegen das terroristische Regime im Iran im Nahen Osten beteiligen wollen. Und das, obwohl fast jedes Land unsere Vorgehensweise nachdrücklich befürwortet hat und es dem Iran unter keinen Umständen gestattet werden darf, Atomwaffen zu besitzen.»

Nato
Weil er von anderen Nato-Ländern keine Hilfe erhält, wettert Trump nun gegen das Bündnis. - keystone

Und weiter: «Ich bin jedoch nicht überrascht über ihr Verhalten, denn ich habe die Nato, für die wir jährlich Hunderte von Milliarden Dollar ausgeben, um genau diese Länder zu schützen, immer als Einbahnstrasse betrachtet.»

Glücklicherweise habe man das iranische Militär aber bereits dezimiert. «Tatsächlich, als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dem mit Abstand mächtigsten Land der Welt, brauchen wir keine Hilfe von irgendjemandem», wettert Trump weiter.

Weidel kritisiert USA für Krieg und fordert Öl aus Russland

16.42: Die deutschen Rechtspopulisten von der Partei AfD haben mit Blick auf den Iran-Krieg und die Energieversorgung Forderungen nach einer Rückkehr zu Gas- und Öllieferungen aus Russland bekräftigt.

Weidel
Afd-Chefin Alice Weidel - keystone

Parteichefin Alice Weidel kritisierte zudem mit deutlichen Worten die USA für den Militäreinsatz am Persischen Golf.

«Dass jetzt Hilfe angefordert wird, das lässt vermuten, dass man da recht konzeptlos in diesen Einsatz reingegangen ist. Das hätte man sich mal vorher überlegen sollen», sagte sie in Berlin vor einer Sitzung der AfD-Fraktion im Bundestag, dem deutschen Parlament, bei einem Pressestatement.

Hisbollah und Israel greifen sich weiter gegenseitig an

16.01: Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden. Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstrasse in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet worden.

Libanon
In Libanon kam es erneut zu Angriffen. - keystone

Neun weitere wurden demnach verletzt. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.

Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.

Netanjahu: Laridschani-Tötung gibt Chance, das Regime zu stürzen

15.16: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sagt, die Tötung von Irans Sicherheitschef Ali Laridschani gebe der Bevölkerung die Möglichkeit, das Regime zu stürzen.

«Heute Morgen haben wir Ali Laridschani eliminiert, den Boss der Revolutionsgarden, die eigentlich die Gangsterbande ist, die den Iran regiert», sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache.

Benjamin Netanjahu
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. - keystone

Der Sturz des Regimes werde nicht leicht geschehen. «Aber wenn wir daran weitermachen, geben wir ihnen die Chance, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen», sagte er.

Zudem gratulierte der Regierungschef dem iranischen Volk in einer Videobotschaft zum persischen Neujahrsfest. Er wünsche dem «mutigen iranischen Volk» ein «Jahr der Freiheit» und den Beginn neuer Hoffnung.

Das persische Neujahr beginnt an diesem Freitag. Die Botschaft Netanjahus dürfte angesichts einer nahezu vollständigen Internetsperre im Iran kaum jemanden erreicht haben.

Chef von US-Terrorismusbekämpfung tritt wegen Iran-Krieg zurück

14.58: Joe Kent, der Chef des Zentrums für Terrorismusbekämpfung der USA, tritt zurück. Den Grund nennt er in seinem Rücktrittsbrief, den er auf der Plattform X veröffentlichte: «Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht mit gutem Gewissen unterstützen», schrieb er.

Joe Kent
Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der Vereinigten Staaten, tritt per sofort zurück. - keystone

Nach langem Überlegen habe er beschlossen, per sofort von seiner Position als Direktor zurückzutreten.

Er schrieb weiter: «Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation dar, und es ist klar, dass wir diesen Krieg aufgrund des Drucks Israels und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben.»

Krieg könnte 45 Millionen Menschen in Hungersnot zwingen

13.34: Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) warnt in einer Medienmitteilung, dass die Zahl der Menschen mit akutem Hunger 2026 ein Rekordniveau erreichen könnte, wenn der Konflikt im Nahen Osten anhält.

Bis zu 45 Millionen zusätzliche Menschen könnten in schwere Nahrungsmittelunsicherheit abrutschen, zusätzlich zu den bereits 318 Millionen Betroffenen weltweit.

WFP
Das Welternährungsprogramm (WFP) ist weltweit die grösste humanitäre Organisation im Kampf gegen den Hunger. - keystone

Ursache sind vor allem steigende Energie-, Transport- und Lebensmittelpreise, die durch Störungen wichtiger Handelsrouten wie der Strasse von Hormus ausgelöst werden.

Besonders stark betroffen wären importabhängige Länder in Afrika und Asien, wo die Hungerzahlen deutlich steigen könnten. Gleichzeitig verschärfen Finanzierungslücken die Lage, da humanitäre Hilfe nicht ausreichend ausgeweitet werden kann.

Auch der Sicherheitschef Laridschani sei ausgeschaltet worden

10.40: Israels Verteidigungsminister Katz hat mitgeteilt, dass Irans Sicherheitschef Ali Laridschani getötet wurde.

Gemäss israelischen Angaben wurde er bei einem gezielten Luftangriff in Teheran in der vergangenen Nacht getötet.

Ali Laridschani
Irans Verteidigungschef Ali Laridschani ist laut dem israelischen Verteidigungsminister Katz tot. - keystone

Laridschani war Sekretär des obersten nationalen Sicherheitsrates und trug dazu bei, die Strategie des Landes inmitten des Krieges gegen die USA und Israel zu lenken.

Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen.

Verteidigungsminister Israel Katz sagte in einer Fernsehansprache: «Die Führer des Regimes werden getötet und ihre Fähigkeiten ausgeschaltet.»

Die israelische Armee arbeite mit aller Kraft daran, die Raketenkapazitäten sowie die strategische Infrastruktur weiterhin anzugreifen und zu zerstören.

Nach eigenen Angaben: Israel hat Iranischen Terrormiliz-Chef getötet

10.30: Die israelische Armee sagt, sie habe gestern Abend bei einem Angriff den Kommandeur der Basidsch-Miliz, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt getötet.

Sie erklärte, Soleimanis angebliche Tötung sei ein «erheblicher Schlag» für Irans «Kommando- und Kontrollstrukturen» und versprach, «weiterhin mit Gewalt zu handeln» gegen iranische Kommandanten.

Teheran
Israel hat eigenen Angaben zufolge den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet. (Symbolbild) - keystone

Soleimani sei in einem Zeltlager der Miliz, das nach israelischen Luftangriffen auf militärische Einrichtungen errichtet wurde, angegriffen worden. Israels Verteidigungskräfte verkündeten den Tod Soleimanis auf der Plattform X.

Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land.

Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.

Iran hat sich bisher nicht geäussert.

Mullah-Führer überlebte, weil er in Garten ging

09.37: Während der alte Mullah-Führer Ali Chamenei (†86) beim US-Luftangriff vom 28. Februar ums leben kam, soll sein Sohn Modschtaba (56) gerade im Garten gewesen sein.

Nur deshalb habe er überlebt, zeigt ein Audio-Mittschnitt von Ali Chameneis Protokollchef, der dem «Telegraph» vorliegt.

Demnach überlebte Modschtaba Chamenei, weil er nur Minuten vor dem Angriff in seinen Garten ging, um «etwas zu erledigen». Er lebte auf dem gleichen Gelände wie sein Vater, das von israelischen «Blue Sparrow»-Raketen getroffen wurde.

Ali Chamenei
Der 86-jährige Mullah-Führer Ali Chamenei kam bei Luftangriffen der USA und Israels ums Leben. - keystone

Laut der Zeitung kam der neue religiöse Führer Irans mit einer Beinverletzung davon.

Das sagte der Protokollchef in einer Ansprache an hochrangige Geistliche und Kommandanten der Revolutionsgarden. «Er befand sich draussen und war gerade auf dem Weg nach oben, als das Gebäude von einer Rakete getroffen wurde.» Es handle sich um eine «kleine Verletzung».

Seine Frau, sein Sohn und sein Schwager seien hingegen sofort tot gewesen.

Sowohl sein aktueller Gesundheitszustand sowie sein Aufenthaltsort sind nicht bekannt.

Modschtaba Chamenei soll schwul sein

08.48: Der Neue oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56) soll homosexuell sein. Das geht aus einem Bericht der «New York Post» hervor. Der US-Geheimdienst halte die Informationen für plausibel und habe auch Donald Trump darüber informiert.

Der US-Präsident reagierte amüsiert, er soll laut gelacht haben.

Iran
Homosexualität ist im Iran ein Tabu. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet der oberste Führer schwul sein soll. - keystone

Homosexualität ist in der Islamischen Republik ein schweres gesellschaftliches Tabu, weshalb die Information besonders brisant ist. Nach iranischem Strafrecht können gleichgeschlechtliche Beziehungen im Extremfall sogar mit der Todesstrafe bestraft werden.

Nicht zuletzt weil das Rechtssystem auf einer Auslegung der islamischen Scharia basiert, wäre es aussergewöhnlich wenn der oberste religiöse Führer Irans selbst homosexuell wäre.

Katar wehrt Raketenangriff ab

05.49: Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmasslich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äussern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff – etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen – wurden zunächst nicht genannt.

Frachter vor Oman von «unbekanntem Geschoss» getroffen

05.31: Vor der Küste des Oman ist ein Frachter von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden. Wie die britische Sicherheitsbehörde UK Maritime Trade Operations mitteilte, erlitt das Schiff nur geringfügige strukturelle Schäden. Verletzte unter der Besatzung gab es demnach nicht. Der Tanker lag vor Anker, als er getroffen wurde.

Mehrere Explosionen in Dubai und Doha

05.04: In Dubai und in Doha sind am frühen Dienstagmorgen mehrere Explosionen zu hören gewesen. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dass in Dubai nach einer Raketenwarnung drei Explosionen folgten. Auch in Doha meldete ein Journalist mehrere Detonationen.

Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut

04.10: Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben grosse neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen «Terrorregimes» attackiert.

Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.

Libanon Israel Angriffe
Der Schaden durch die israelischen Angriffe in Libanon ist bereits immens. - Keystone

In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.

VAE schliessen vorübergehend den Luftraum

01.51: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum vorübergehend vollständig geschlossen. Die Luftfahrtbehörde General Civil Aviation Authority erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Emirates News Agency, die Massnahme sei eine «aussergewöhnliche Vorsichtsmassnahme» angesichts der sich rasch entwickelnden Sicherheitslage in der Region.

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, die Luftabwehr reagiere auf Raketen und Drohnen aus dem Iran. Passagiere wurden aufgefordert, sich bei ihren Fluggesellschaften über aktuelle Flugpläne zu informieren. Bereits am Montag war der Betrieb am Dubai International Airport nach einem Drohnenvorfall kurzzeitig ausgesetzt worden.

Irans Aussenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandten

23.45: Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: «Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen.»

Abbas Araghtschi
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. - getty images

Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen. Zuvor hatte das Portal «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.

Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon

22.50: Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, im Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz eine grossangelegte Bodenoffensive im Libanon zu starten. «Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen.»

Die Erklärung wurde von den Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs unterschrieben.

«Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage in Libanon einschliesslich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äusserst alarmierend.» Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschliessen.

Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen

22.45: Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt – hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt.

Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? «Israel würde so etwas niemals tun», sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten. Der hatte den Präsidenten mit einer Äusserung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert.

Benjamin Netanjahu
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. - sda

Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: «Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.» Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.

Iran warnt USA vor weiterem Angriff auf Ölinsel Charg

22.27: Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Charg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl‐ und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien.

Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet

21.34: Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung «al-Arabi al-Dschadid», aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Massnahmen getroffen worden.

Krieg
Der Iran stellt sich offenbar auf einen längeren Krieg ein. - keystone

«Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen», sagte Ghalibaf.

Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, «bis der Feind seine Aggression bereut» und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien.

Kommentare

User #1749 (nicht angemeldet)

Es läuft einfach nicht, dass jetzt seit 20 jede Krise voll durchschlägt. Es braucht keine Räte mehr, wenn das der Fall ist und sie die Arbeit nicht machen und vom Salär fangen wir gar nicht an….

User #2351 (nicht angemeldet)

Die Strasse von Hormus, oder auch die Strasse von "loserDonnie".

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