UN-Generalsekretär Guterres kritisiert US-Machtpolitik
UN-Generalsekretär António Guterres hat die US-Regierung für deren Geringschätzung multilateraler Konfliktlösung kritisiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem jüngsten Vorgehen von US-Präsident Trump übt UN-Generalsekretär Guterres Kritik.
- Washington sei überzeugt, dass nur die Ausübung von Macht und Einfluss der USA zähle.
- Trumps Kritik, dass die Vereinten Nationen nutzlos seien, wies Guterres zurück.
Es gebe in Washington eine klare Überzeugung, dass nur die Ausübung von Macht und Einfluss durch die Vereinigten Staaten zähle. Das sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einem Interview der BBC.
«Es gibt solche, die glauben, dass die Macht des Gesetzes durch das Gesetz der Macht ersetzt werden sollte.» Das sagte Guterres auf die Frage nach dem jüngsten Vorgehen von US-Präsident Donald Trump.
Die Kritik Trumps in dessen Ansprache bei der UN-Vollversammlung im vergangenen Jahr wies Guterres zurück. Trump hatte die Vereinten Nationen als nutzlos dargestellt hatte und seine eigenen angeblichen Erfolge bei der Konfliktlösung gepriesen.
Guterres fordert Reform von UN-Sicherheitsrat
Die UN seien stark engagiert bei der Lösung aller Konflikte, habe aber keine Druckmittel, um sich durchzusetzen.
«Es ist wahr, dass Grossmächte mehr Durchsetzungsvermögen haben», so der UN-Chef. Es sei aber wichtig, zwischen kurzfristigen Erfolgen und einer Beseitigung von Konfliktursachen zu unterscheiden.
Guterres forderte zudem eine Reform des UN-Sicherheitsrats. Es spiegle nicht die Welt der Gegenwart wider, dass dort drei europäische Staaten permanent vertreten seien. Auch das Vetorecht der ständigen Mitglieder müsse eingeschränkt werden.















