UN-Bericht: Zahl an Dürren um 29 Prozent seit 2000 gestiegen

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    Elfenbeinküste,

    Der wirtschaftliche Schaden durch Dürren wird in dem UN-Bericht allein für die Jahre von 1998 bis 2017 mit rund 123 Milliarden Franken beziffert.

    Dürre UN
    Die Zahl der Dürren hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dürren treffen immer mehr auch gut entwickelte Regionen.
    • Allein in diesem Jahr sind fast 160 Millionen Kinder schwerer Dürre ausgesetzt.
    • Bis 2040 könnte Schätzungen zufolge jedes vierte Kind von Wassermangel betroffen sein.

    Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl und Dauer von Dürreperioden global gesehen um 29 Prozent gestiegen. Das geht aus dem UN-Dürrebericht hervor, der am Mittwoch auf der 15. Weltbodenkonferenz im westafrikanischen Abidjan, Hauptstadt der Elfenbeinküste, vorgestellt wurde. Der wirtschaftliche Schaden durch Dürren wird in dem Bericht allein für die Jahre von 1998 bis 2017 mit rund 124 Milliarden Dollar (123 Milliarden Franken) beziffert.

    «Land trocknet aus, fruchtbarer Boden verwandelt sich in Staub», warnte Ibrahim Thiaw, Exekutiv-Sekretär des internationalen Abkommens zum Schutz der Böden (UNCCD). «Dürren gehören zu den grössten Bedrohungen einer nachhaltigen Entwicklung.»

    Doch während dramatischer Mangel an Wasser, Verlust fruchtbaren Landes und anhaltende Trockenheit bislang vor allem unterentwickelte Länder wie etwa im Sahel getroffen hätten, seien zunehmend auch andere Regionen betroffen. Thiaw hatte bereits am Vortag die zunehmenden Dürren auch in Europa als «Weckruf für die Europäer» bezeichnet. «Kein Land ist immun gegen Dürre», betonte er.

    Fast 160 Millionen Kinder sind in diesem Jahr schwerer Dürre ausgesetzt

    Allein in diesem Jahr sind nach UN-Angaben nahezu 160 Millionen Kinder schwerer und anhaltender Dürre ausgesetzt, mehr als 2,3 Milliarden Menschen weltweit sind unzureichend mit Wasser versorgt. Bis zum Jahr 2040 könnte nach UN-Schätzungen jedes vierte Kind weltweit von Wassermangel betroffen sein.

    Eine Entwarnung ist nicht in Sicht: Im Jahr 2050 könnten mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung von Dürre betroffen sein. Dem Bericht zufolge dürften dann zwischen 4,8 und 5,7 Milliarden Menschen in Gebieten leben, in denen mindestens für einen Monat im Jahr Wassermangel herrscht. Derzeit gilt das für 3,6 Milliarden Menschen.

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