Ukraine prangert Todesurteil für Briten-Kämpfer an

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    Im Ukraine-Krieg sind zwei britische Kämpfer von pro-russischen Separatisten zum Tode verurteilt worden. Es handelte sich laut der Ukraine um reguläre Soldaten.

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    Briten-Kämpfer Aiden Aslin musste sich in Mariupol ergeben – 48 Tage lang kämpfte er im Ukraine-Krieg. - Aiden Aslin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ausländische Kämpfer sind von pro-russischen Separatisten zum Tode verurteilt worden.
    • Darunter befinden sich auch zwei Briten.
    • Weil es sich um reguläre Kämpfer handle, prangert die Ukraine das Urteil an.

    Prorussische Separatisten haben ausländische Kämpfer für die Ukraine zum Tode verurteilt. Der Gouverneur von Luhansk verweist auf den offiziellen Status der Briten – für sie gelte die Genfer Konvention.

    Die beiden von prorussischen Separatisten zum Tode verurteilten Briten in der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben reguläre Soldaten.

    Ein ukrainischer Soldat geht an eine durch Beschuss zerstörte Gipsfabrik vorbei. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste dürfte Russland die Region Luhansk in wenigen Wochen einnehmen. Das geht aus einem Update des britischen Verteidigungsministeriums vom Freitag hervor. Foto: Francisco Seco/AP/dpa
    Ein ukrainischer Soldat geht an eine durch Beschuss zerstörte Gipsfabrik vorbei. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste dürfte Russland die Region Luhansk in wenigen Wochen einnehmen. Das geht aus einem Update des britischen Verteidigungsministeriums vom Freitag hervor. Foto: Francisco Seco/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Francisco Seco

    «Alle Leute, die kommen, um auf der ukrainischen Seite zu kämpfen, unterzeichnen Dokumente mit den Streitkräften der Ukraine, wodurch sie einen offiziellen Status erlangen», sagte der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, am Freitag dem Sender BBC Radio 4. «Deshalb unterliegen sie der Genfer Konvention, wenn sie in Kriegsgefangenschaft geraten.»

    Sie dürften deshalb nicht zum Tode verurteilt werden, auch wenn sie keine Ukrainer sind, sagte Hajdaj.

    Gouverneur: Berufung wohl eingelegt

    Der Gouverneur sagte, seines Wissens nach hätten die Anwälte der Männer bereits gegen das Urteil des international nicht anerkannten Gerichts Berufung eingelegt. «Was geschieht, geschieht nur auf politischen Druck aus Russland», sagte Hajdaj.

    Die beiden Briten im Alter von 28 und 48 Jahren hatten sich nach wochenlangen Kämpfen in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol prorussischen Truppen ergeben. Sie lebten laut Medienberichten schon vor dem Krieg in der Ukraine und heirateten dort auch.

    Glauben Sie an ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs?

    Gemeinsam mit einem Marokkaner wurden sie am Donnerstag als Söldner zum Tode verurteilt. Die britische Aussenministerin Liz Truss sprach von einem «Scheinurteil ohne jegliche Legitimität». Sie wollte bei nächster Gelegenheit mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba das Vorgehen besprechen.

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