Iran droht Trump: «Sonst könnten Sie selbst vernichtet werden»

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Chamenei
Modschtaba Chamenei (M), ist der Sohn von Ajatolla Ali Chamenei. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.
  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.
  • Ölpreise steigen deutlich, belastet durch die regionale Instabilität.
  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Iran droht Trump mit Vernichtung

13.00: Der Iran hat auf Telegram eine klare Drohung gegen Donald Trump ausgesprochen.

Donald Trump
Wurde von Irans Regierung bedroht: US-Präsident Donald Trump. - keystone

«Der Iran hat keine Angst vor Ihren leeren Drohungen», hiess es dort. «Selbst diejenigen, die grösser sind als Sie, konnten die iranische Nation nicht vernichten.»

Weiter liess der Iran verlauten: «Seien Sie vorsichtig, sonst könnten Sie selbst vernichtet werden!»

Von Deutschen genutzer Militärstandort in Jordanien getroffen

12.52: Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden.

Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: «Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.» Zuerst hatte der «Spiegel» berichtet.

Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher.

Bei US-israelischen Angriffen: Unesco-Welterbe im Iran getroffen

12.50: Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran ist nach Angaben der Regierung in Teheran eine Unesco-Welterbestätte beschädigt worden.

In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen.

Iran
Die Persischen Gärten gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. - Unesco

Bilder in den sozialen Medien zeigten nach Raketeneinschlägen zudem Rauchwolken unmittelbar in der Nähe der bekannten Schah-Abbas-Moschee am «Naghsch-e-Dschahan», dem zentralen Platz in Isfahan, einem der wichtigsten Wahrzeichen der persischen Kultur.

«Die Welt kann nicht schweigen, während die brutalen Verbrechen der Aggressoren das gemeinsame Erbe der Menschheit bedrohen», schrieb Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai auf X.

Hisbollah und Israel beschiessen sich weiter

12.42: Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben weiter im Libanon an. Dabei sei in der Nacht eine Kommandozentrale der Hisbollah im Südlibanon getroffen worden, teilte die Armee mit.

Libanon
Die Hisbollah und Israel greifen sich weiterhin gegenseitig an. - keystone

Von dem getroffenen Ort aus sollen zuvor Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden sein. Darüber hinaus sei eine Gruppe Verdächtiger in der Nähe israelischer Soldaten identifiziert worden, hiess es.

Sie seien angegriffen und getötet worden. Der Libanon meldete auch am Vormittag mehrere israelische Angriffe.

Trump enttäuscht von Wahl des Chamenei-Sohns

12.14: US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als «enttäuschende» Wahl bezeichnet.

«Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird», sagte Trump am Montag im US-Bundesstaat Florida. Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: «Ich denke, sie haben einen grossen Fehler gemacht. Ich weiss nicht, ob das von Dauer sein wird.»

Chamenei
Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. - keystone

Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

Israel greift Iran weiter an

11.56: Israels Armee greift nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.

Israel Iran
Israel greift den Iran weiterhin an. - keystone

Das israelische Militär teilte mit, eine weitere Angriffswelle auf Ziele der iranischen Staatsführung gestartet zu haben.

Weitere Details zu den Attacken wurden zunächst nicht genannt. Seit mehr als einer Woche überziehen sich Israel und der Iran mit gegenseitigen Angriffen.

Russland laut EU-Ratspräsident Nutzniesser des Iran-Kriegs

11.36: Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident António Costa der grosse Nutzniesser der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen den Iran.

«Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland», sagte der frühere portugiesische Regierungschef vor EU-Diplomaten in Brüssel.

António Costa
EU-Ratspräsident António Costa. - keystone

Zur Begründung verwies Costa auf die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.

Mit steigenden Energiepreisen erhalte Russland neue Mittel zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und profitiere von der Umleitung militärischer Fähigkeiten, die andernfalls zur Unterstützung der Ukraine hätten eingesetzt werden können.

«Und es zieht Nutzen daraus, dass die Aufmerksamkeit für die Front in der Ukraine abnimmt, während der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt rückt», erklärte Costa.

Neun Kliniken im Iran nach Angriffen ausser Betrieb

10.37: Im Iran haben neun Spitäler infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen.

Iran
Eine Klinik in Irans Hauptstadt Teheran. Sie wurde bei israelisch-amerikanischen Angriffen zerstört. - keystone

Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.

Netanjahu widerspricht Trump

10.28: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag widersprochen. Trump hatte zuvor am Montagabend ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt.

Benjamin Netanjahu
Widerspricht Donald Trump bei dessen Versprechen rund um ein baldiges Kriegsende im Iran: Benjamin Netanjahu. - keystone

«Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien», so Netanjahu in einer Erklärung.

Mit Blick auf die israelischen Angriffe auf die Führung in Teheran sagte er: «Wir sind noch nicht fertig.»

Australien schickt Soldaten in die Golfregion

10.21: Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Persischen Golf.

Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschliesslich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region.

Anthony Albanese
Australiens Premierminister Anthony Albanese. - keystone

Kern der Mission ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Frühwarn- und Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing E-7A Wedgetail. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angelegt.

Die Regierung begründete den Schritt auch mit den vielen Australiern in der Region: Rund 115'000 hielten sich dort laut dem Verteidigungsministerium zu Beginn des Konflikts auf, etwa 24'000 davon in den Emiraten.

Iran attackiert Treibstofflager in Israel

10.18: Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert.

In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

Israel
Iran greift Israel erneut an. - keystone

In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.

Türkei verstärkt Luftabwehr

09.41: Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr.

Yaşar Güler
Der türkische Verteidigungsminister Yaşar Güler. - keystone

Im Rahmen entsprechender Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit.

Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt.

Möglicher Waffenstillstand: Irans Regierung fordert Garantien

09.04: Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert.

Kasem Gharibabadi
Irans Vize-Aussenminister Kasem Gharibabadi. - keystone

«Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

«Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge.

Iran feuert Raketen auf US-Stützpunkt im Irak

08.12: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen.

Iran
Der Iran soll eine US-Militärbasis im Nordirak angegriffen haben. - keystone

Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht.

Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht.

Australien gewährt iranischen Fussballspielerinnen Asyl

07.21: Australien hat fünf iranischen Fussballerinnen ein humanitäres Visa gewährt. Ihnen drohte im Iran Verfolgung, nachdem sie sich geweigert hatten, vor einem Spiel des Asien-Pokals ihre Nationalhymne zu singen.

Australiens Innenminister Tony Burke berichtete, die Spielerinnen hätten in den frühen Morgenstunden an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mit dem beliebten australischen Schlachtruf «Aussie, Aussie, Aussie» gefeiert, nachdem ihnen die Entscheidung der Regierung mitgeteilt worden war. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Iran
Hatte bei der Nationalhymmne an einem Länderspiel aus Protest geschwiegen: Das iranische Frauennationalteam. - keystone

Die Athletinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren.

Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet – befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah

03.38: Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.

Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss des Irans – einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads – im Land zu unterbinden.

Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs

03.15: Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. «Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.»

Iran-Krieg
Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. - Keystone

Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.»

Asiens Börsen nach Trump-Aussage zu Iran-Krieg im Aufwind

03.00: Asiens Börsen haben nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den Handelstag mit einem deutlichen Plus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zum Start um etwa drei Prozent zu.

Südkoreas Leitindex Kospi ging nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss mit einem 5,5-Prozent-Plus in den Handelstag. In China zeigten der Hongkonger Index Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, zum Start mit 0,8 Prozent leicht nach oben.

Iran will Abgaben auf Tanker und Schiffe im Persischen Golf erheben

02.30: Der Iran arbeitet laut einer mit der Führung vertrauten Quelle an Plänen für «Sicherheitsabgaben» auf Öltanker und Handelsschiffe von Staaten, die mit den USA verbündet sind. Die Massnahmen sollen im Persischen Golf gelten. Das berichtet unter anderem «CNN».

Die Quelle des US-Nachrichtensenders erklärte zudem, die Strasse von Hormus sei aus iranischer Sicht «geschlossen», auch wenn Donald Trump das Gegenteil behaupte.

«Wir halten die Schraube des globalen Ölpreises in der Hand», sagte die Quelle. Die Energiepreise seien bereits instabil geworden, und der Iran werde weiter kämpfen, bis Trump eine Niederlage erkläre.

Türkei verbreitet iranisches Dementi zu Raketenbeschuss

02.05: Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Abschuss von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum angefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.

Im Gespräch mit Peseschkian habe Erdogan sowohl die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran als auch die iranischen Attacken auf mehrere Länder in der Region verurteilt, teilte das türkische Präsidialamt mit. Die iranischen Angriffe «auf die Bruderländer» nützten niemandem und müssten aufhören, forderte Erdogan.

Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet

01.30: Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.

Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.

Drei Drohnen über der kurdischen Region in Irak abgeschossen

00.15: Drei mit Sprengstoff beladene Drohnen sind am Montag über Erbil im Norden des Irak abgeschossen worden. Das teilte der kurdische Anti-Terror-Dienst mit.

Zwei der Drohnen hätten das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate ins Visier genommen, eine weitere den Flughafen von Erbil nahe einer US-Militärbasis.

Trümmer einer Drohne seien in der Nähe des Konsulats niedergegangen. Verletzte habe es nach Angaben der Behörden jedoch nicht gegeben. Pro-iranische Milizen im Irak bekannten sich zu dem Angriff.

Trump sieht Kriegsziel gegen Iran «so gut wie erreicht»

00.01: US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend in Florida erklärt, die USA hätten im Krieg gegen den Iran «grosse Fortschritte» gemacht und stünden kurz vor dem Erreichen ihrer Ziele. Der Konflikt könne möglicherweise bereits in den kommenden Tagen enden.

Trump sagte, das US-Militär habe seit Kriegsbeginn mehr als 5000 Ziele angegriffen und einen grossen Teil der iranischen militärischen Fähigkeiten zerstört. Entscheidend für den Erfolg sei, dass Teheran endgültig auf ein Atomwaffenprogramm verzichte. Gleichzeitig kündigte der Präsident an, bestimmte Öl-Sanktionen vorübergehend lockern zu wollen, um steigende Energiepreise zu dämpfen.

Iran-Krieg
Donald Trump informierte bei einer Pressekonferenz am Montagabend (Ortszeit) in Florida über den Iran-Krieg. - Keystone

Zudem bestätigte Trump ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Lage im Nahen Osten. Zur Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer des Iran äusserte er sich kritisch, liess jedoch offen, ob dieser ein mögliches militärisches Ziel sein könnte.

Heftige Explosion in Teheran

22.13: In der iranischen Hauptstadt Teheran ist eine besonders starke Explosion zu hören gewesen. Zur gleichen Zeit kurz nach Mitternacht Ortszeit seien auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen, berichteten mehrere Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Die Explosion war demnach an mehreren Orten der Stadt zu spüren. Es war zunächst unklar, was getroffen wurde.

Kommentare

User #3854 (nicht angemeldet)

Wie viel Abwehrraketen hat israel noch?

User #1672 (nicht angemeldet)

Der Sohn der Sechstraining machen muss damit etwas geht. 😂

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