Lindt & Sprüngli

Lindt & Sprüngli will ab Sommer wieder über Volumen wachsen

Keystone-SDA
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Pfnüselküste,

Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli will nach mehreren Jahren mit starken Preiserhöhungen wieder stärker über Absatzmengen wachsen.

Lindt Sprüngli
Adalbert Lechner, CEO der Gruppe, spricht während der Pressekonferenz zu den Jahresergebnissen 2025 der Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli in Kilchberg, Schweiz, am Dienstag, 10. März 2026. - keystone

Die Rückkehr zum Volumenwachstum habe «klare Priorität» und soll im zweiten Halbjahr 2026 gelingen, sagte Konzernchef Adalbert Lechner an einer Medienkonferenz in Kilchberg am Dienstag.

Kurzfristig rechnet der Konzern jedoch noch mit Gegenwind. Im ersten Halbjahr 2026 dürften die Mengen wegen nachlaufender Preiserhöhungen und höherer Preise im Ostergeschäft weiter unter Druck stehen, wie Lechner erklärte. Ab der zweiten Jahreshälfte rechnet das Management jedoch wieder mit steigenden Absatzmengen. Für das Gesamtjahr erwartet Lindt beim Volumenmix noch einen leicht negativen Wert.

2025 setzte das Unternehmen mit einem satten Plus von 19 Prozent die höchsten Preiserhöhungen seiner Geschichte um. Es war zudem bereits die vierte Preiserhöhungsrunde in Folge. In den letzten vier Jahren stiegen die Preise damit um mehr als 40 Prozent. Dies führte im letzten Jahr zu einem Rückgang der Verkaufsmenge von 6,6 Prozent.

Den Weg zurück zum Wachstum sieht Lindt vor allem in Innovationen, einer stärkeren Markenpräsenz und der Expansion des eigenen Filialnetzes. Neue Produkte wie die «Dubai Style»-Schokolade hätten zusätzliche Aufmerksamkeit und neue Konsumentengruppen gebracht, sagte Lechner. Gleichzeitig wolle das Unternehmen die Sichtbarkeit der Marke im Handel erhöhen und neue Märkte erschliessen.

Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt zudem das Retailgeschäft. 2025 eröffnete Lindt weltweit 53 neue Geschäfte und kam damit auf insgesamt 621 Filialen. Zudem eröffnete der Konzern neue Flagship-Stores in London und Wien. Weitere Läden entstanden in Chile, Neuseeland und Mexiko, während Lindt in Malaysia, Saudi-Arabien und Indien neue Gesellschaften oder Partnerschaften aufbaute.

Bei den Produktepreisen dürfte es vorerst kaum Entlastung geben. Für das Gesamtjahr stellt Lindt weitere Preiserhöhungen im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Für das Ostergeschäft liegen die Preise laut Management sogar zweistellig über dem Vorjahr. Sinkende Kakaopreise dürften wegen Absicherungseffekten und anderer steigenden Kosten etwa für Verpackungen und Nachhaltigkeit kurzfristig kaum zu tieferen Schokoladenpreisen führen, hiess es.

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User #4944 (nicht angemeldet)

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