Toter Politiker sollte Wahl im Südsudan vorbereiten

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Südsudan,

Der südsudanesische Präsident Salva Kiir hat versehentlich einen Toten in ein Gremium berufen, das Wahlen im Dezember in dem ostafrikanischen Land vorbereiten soll.

Südsudans Präsident Salva Kiir
Südsudans Präsident Salva Kiir - AFP

Der Name des ehemaligen Oppositionspolitikers Steward Sorobia Budia befand sich unter den Mitgliedern, die in einem Dekret Kiirs genannt waren. Allerdings ist Budia bereits vor fünf Jahren gestorben. Ein Sprecher des Präsidentenbüros sprach von einem «unglücklichen Versehen der Verwaltung».

Die Familie des Toten macht nach Angaben eines Sprechers Entschädigungsansprüche geltend. «In unserer Kultur ist es nicht akzeptabel, die Seele und den Geist eines Verstorbenen ohne Wissen, Zustimmung oder Beteiligung der Familie anzurufen oder zu «erwecken»«, hiess es in einer Stellungnahme.

Im seit 2011 unabhängige Südsudan haben noch nie Wahlen stattgefunden. In dem jüngsten Land Afrikas gab es in der kurzen Zeit des Bestehens wiederholt Bürgerkriege. Die ursprünglich im Dezember 2025 angesetzte Präsidenten- und Parlamentswahl wurde kurzfristig abgesagt und soll nun im diesjährigen Dezember stattfinden.

Kommentare

User #3262 (nicht angemeldet)

Sie sind ja dunkelblau.

Weiterlesen

SBB
7 Interaktionen
Platz knapp
WEF
402 Interaktionen
Obwohl lukrativ

MEHR IN NEWS

Crans-Montana
2 Interaktionen
Für Opfer
bundesgericht lausanne
2 Interaktionen
Lausanne/Fribourg
Grok
1 Interaktionen
London

MEHR AUS SüDSUDAN

Südsudan Tiermigration Schutz
2 Interaktionen
Mit NGO zusammen
Viehdiebstähle