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Schweiz zahlte fast 500 Millionen Franken früher für F-35

Keystone-SDA
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Bern,

Der Bund hat fast 500 Millionen Franken für die Beschaffung der F-35 vorzeitig an die USA überwiesen.

Rüstung
Rüstungschef Urs Loher sagte im Interview mit der «NZZ am Sonntag», die Schweiz gehe davon aus, dass die USA den Staatsvertrag einhalten würden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bund zahlte F-35-Raten vorzeitig, um Lieferstopps zu vermeiden.
  • Der Rüstungschef warnt: Ein Zahlungsstopp könnte F/A-18-Ersatzteile gefährden.
  • Die Schweiz hofft auf frei werdende Patriot-Teile aus Deutschland.

Der Bund hat laut Rüstungschef Urs Loher fast 500 Millionen Franken für die Beschaffung der F-35 vorzeitig an die USA überwiesen. Damit seien sämtliche für 2026 vorgesehenen Zahlungen für den Kampfjet bereits geleistet worden, sagte er im «NZZ am Sonntag»-Interview.

Die vorgezogenen Zahlungen seien erfolgt, um sicherzustellen, dass das gemeinsame Finanzierungskonto für Schweizer Rüstungsgeschäfte in den USA ausreichend gedeckt bleibe.

Zahlungsstopp hätte Folgen

Laut Loher würden darüber sämtliche Schweizer Projekte in den USA finanziert, darunter die Beschaffung der F-35-Kampfjets, der Patriot-Systeme sowie Ersatzteile für die F/A-18. Ein anhaltender Zahlungsstopp hätte gemäss Loher dazu führen können, dass Lieferungen von F/A-18-Ersatzteilen eingestellt würden oder das F-35-Projekt Schaden nähme. «Das Risiko war für uns zu gross», sagte er.

Sollte die Schweiz weiterhin Geld für die F35 in die USA schicken?

Für die Patriot-Systeme hat die Schweiz bereits knapp 700 Millionen Franken bezahlt, die Auslieferung verzögert sich jedoch. Loher verwies darauf, dass die vertraglichen Vereinbarungen den USA in ausserordentlichen Situationen eine neue Priorisierung erlaubten. Die Schweiz gehe davon aus, dass die USA ihre Verpflichtungen aus dem Staatsvertrag einhalten würden.

Loher sagte zudem, die USA könnten Deutschland 2027 oder 2028 Patriot-Systeme ausliefern, die ursprünglich für die Schweiz vorgesehen gewesen seien.

Diese entsprächen jedoch nicht der Wunschkonfiguration der Bundeswehr, weshalb für die Schweiz möglicherweise Komponenten frei werden könnten. Bereits einzelne Elemente wie Werfer, Radar oder Kommandoeinheit könnten für Ausbildungszwecke genutzt werden. «Wir nehmen alles, was wir kriegen können», sagte Loher.

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Kommentare

User #3207 (nicht angemeldet)

Milliarden für ein Grounding-Jet!

User #5796 (nicht angemeldet)

Das ist genau das, warum ich mit der Schweizer Politik so verdrossen bin. Früher hatten wir in der Schule ein bestimmtes Wort für solches Verhalten

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