Die mit dem IS verbundene Rebellengruppe ADF tötet im Kongo immer wieder Menschen. Sie soll auch für einen Anschlag an Weihnachten verantwortlich sein.
Polizisten inspizieren den Ort einer Bombenexplosion im kongolesischen Beni. Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP/dpa
Polizisten inspizieren den Ort einer Bombenexplosion im kongolesischen Beni. Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Selbstmordattentäter hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens fünf Menschen getötet und mehrere andere verletzt.

«Er hat sich selbst und fünf andere getötet», sagte Regierungssprecher Patrick Muyaya der Deutschen Presse-Agentur.

Die Explosion hatte sich am ersten Weihnachtstag in einem belebten Restaurant der Stadt Beni ereignet. Unter den Opfern befanden sich laut Muyaya ein Militär-Offizier, seine beiden Töchter und ein Paar, das dort Weihnachten feiern wollte. Augenzeugen hatten via Twitter Videos verbreitet, auf denen Menschen zwischen zerfetzten Stühlen und Tischen am Boden liegend zu sehen waren.

Obwohl sich offiziell bisher niemand zu der Tat bekannte, machte die Regierung die Rebellengruppe ADF dafür verantwortlich. Beni liegt in der von Gewalt geplagten Krisenprovinz Nord-Kivu des zentralafrikanischen Staates, wo mehrere Rebellengruppen aktiv sind. Allein die mit dem Islamischen Staat (IS) verbundene Rebellengruppe ADF (Allied Democratic Forces) hat nach UN-Angaben seit Beginn des Jahres mehr als 200 Menschen getötet und 40.000 in die Flucht vertrieben. Sie hat ihre Wurzeln im benachbarten Uganda und ist seit 1995 in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Seit Ende November wird sie gemeinsam von kongolesischem und ugandischem Militär bekämpft.

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