Thailands wildes Wasserfest startet mit Hitzealarm

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Thailand,

«Wasser marsch» in Thailand! Mit ausgelassenen Wasserschlachten hat im Königreich das traditionelle Neujahrsfest «Songkran» begonnen, der wichtigste Feiertag des Jahres.

Menschen nehmen auf der Silom Road in Bangkok an einer Wasserschlacht teil. Foto: Carola Frentzen/dpa
Menschen nehmen auf der Silom Road in Bangkok an einer Wasserschlacht teil. Foto: Carola Frentzen/dpa - Keystone/dpa/Carola Frentzen

Zwischen dem 13. und 15. April wird es dabei traditionell sehr nass – eine willkommene Abkühlung bei Temperaturen von fast 40 Grad. Viele Teilnehmer waren schon nach wenigen Minuten von Kopf bis Fuss klatschnass – dazu ertönte aus Lautsprechern ohrenbetäubende Partymusik.

Für manche Landesteile sagte der Wetterdienst für die kommenden Tage noch höhere Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Behörden warnten vor Gesundheitsrisiken und betonten, es sei gefährlich, sich länger ungeschützt in der Sonne aufzuhalten. Die Stadtverwaltung wollte sicherheitshalber viele Notfallteams sowie jede Menge Trinkwasser für die Teilnehmer bereitstellen.

Auch viele Touristen reisen regelmässig an, um der Gaudi beizuwohnen. Jedoch hatte die Reisebranche im Vorfeld vor starken Einbrüchen durch die hohen Flugpreise gewarnt, die vom Iran-Krieg nach oben getrieben worden sind. Auch für viele Thais wird «Songkran» wegen der gestiegenen Benzinpreise teuer: Die meisten Bürger haben wegen der Feiern eine ganze Woche frei und fahren normalerweise aus den Städten aufs Land zu ihren Familien.

Gespritzt wird mit kunterbunten Wasserpistolen, die schon seit Tagen allerorts zum Verkauf angeboten wurden. In der Hauptstadt Bangkok verwandelten sich berühmte Strassen wie die Silom Road oder das Backpacker-Mekka Khaosan Road wieder in feuchtfröhliche Partymeilen. Aber auch in Touristenhotspots wie Pattaya oder auf Inseln wie Phuket und Koh Samui bleibt fast niemand trocken. Ähnlich geht es auch in den Nachbarländern Kambodscha und Laos zu.

Dieses Mal soll aber mit leicht angezogener Handbremse gefeiert werden: Die Regierung kündigte für die Partyzonen in Bangkok ein Alkoholverbot an, um ein Ausufern der wilden Sause zu verhindern. Auch soll täglich um 22.00 Uhr Schluss sein.

In der ehemaligen Hauptstadt Ayutthaya, etwa 80 Kilometer von Bangkok entfernt, beteiligen sich derweil traditionell auch Elefanten an den Wasserschlachten. Die tierische Sause mit den bunt geschmückten Dickhäutern lockt Besucher aus aller Welt.

Das Neujahrsfest hat aber auch ernstere Seiten: Es steht für Säuberung und Erneuerung. So reinigen die Menschen vor Beginn der Feiern ihre Häuser und bereiten alles für die Festlichkeiten vor – darunter Speisen für buddhistische Tempelzeremonien. Das Wort Songkran steht für den Übergang in das Sternbild des Widders, das erste Tierkreiszeichen.

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