Die syrische Opposition hat die Ergebnisse der Präsidentenwahl in dem Bürgerkriegsland als unrechtmässig zurückgewiesen.
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Drei Syrer bei der Stimmabgabe, beobachtet von Präsident Bashar al-Assad auf einem Plakat. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Opposition zweifelt die Präsidentenwahl in Syrien mit deutlichen Worten an.
  • Machthaber Bashar al-Assad gewann die Wahl nach offiziellen Angaben mit 95,1 Prozent.

Die Opposition zweifelt die Ergebnisse der syrischen Präsidentenwahl an: Sie seien gefälscht und manipuliert worden, schrieb der führende Oppositionelle Hadi al-Bahra am Freitag auf Twitter. Oppositionssprecher Jijha al-Aridi erklärte, die Wahl habe die «Verachtung für Syrien und seine Menschen» auf die Spitze getrieben.

Syriens autoritär regierender Präsident Baschar al-Assad hatte bei der Wahl am vergangenen Mittwoch nach offiziellen Angaben 95,1 Prozent der Stimmen bekommen. Er ist seit dem Jahr 2000 an der Macht, die er damals von seinem Vater Hafis übernommen hatte. Für Baschar al-Assad beginnt nach der Wahl seine insgesamt vierte Amtszeit. In Syrien herrscht seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg.

«Zum Lachen und zum Weinen»

Die Wahlbeteiligung lag offiziell bei fast 79 Prozent. Bahra bezweifelte jedoch, dass so viele Syrer ihre Stimme abgegeben haben. Die angegebenen Zahlen seien «zum Lachen und zum Weinen».

Der Oppositionelle ist Co-Vorsitzender des syrischen Verfassungsausschusses. Das mit Vertretern der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft besetzte Gremium soll unter dem Dach der UN in Genf eine neue Verfassung ausarbeiten, die zu freien und fairen Wahlen führen soll. Die Arbeit liegt seit Monaten auf Eis.

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