Kurden sehen syrische Truppen in Hassaka vorrücken
Syrische Regierungstruppen rückten am Montag in die Stadt Hassaka vor, um den Waffenstillstand mit den kurdischen SDF-Kräften zu stabilisieren.

Syrische Regierungstruppen haben am Montag die nordostsyrische Stadt Hassaka betreten, um einen Waffenstillstand mit den kurdisch geführten SDF-Kräften zu stabilisieren. «Reuters» berichtet, dass kleine Kontingente des Innenministeriums staatliche Institutionen sichern sollen, während schwere Militäreinheiten nicht vorstossen.
Die SDF hatte zuvor grosse Teile ihres Kontrollgebiets an die Regierung verloren, bevor das Abkommen am Freitag zustande kam. Lokale Behörden bestätigen, dass die Vereinbarung auf gegenseitiger Koordination beruht, um Gewalt und Konflikte zu vermeiden.
Nachrichtenagenturen melden, dass syrische Innenministeriumstruppen ohne Zwischenfälle in Hassaka eingetroffen sind, um staatliche Aufgaben zu übernehmen. «WSLS» erläutert, dass Truppen in Gebäuden wie Passbüro und Flughafen postiert werden, ohne kurdische Kerngebiete zu betreten.
Kurdische Polizeikräfte bleiben aktiv
Ein kurdischer Sicherheitsbeamter erklärte, dass lokale Polizeikräfte weiterhin Dienste leisten und später in die Innenverwaltung integriert werden sollen. Die Operationen erfolgen in einer Phase der Umsetzung des Waffenstillstands, betont «Reuters».
Die Vereinbarung sieht vor, dass SDF-Führung und Regierung einen dauerhaften Waffenstillstand erreichen und die SDF schrittweise in staatliche Strukturen integrieren.
«Guardian» berichtet, dass kurdische Verwaltungsorgane künftig mit Damaskus kooperieren sollen.
SDF-Verluste stärken Regierung
«Ynet News» betont, dass der Schritt das Resultat territorialer Verluste der SDF in Nordostsyrien ist und die Regierungsposition stärkt. Kurdisch geführte Selbstverwaltungen hatten zuvor autonome Strukturen aufgebaut, mit Hassaka als Verwaltungsschwerpunkt.

Die Vereinigten Staaten unterstützten den Waffenstillstand und Integrationsprozess, um weitere Konflikte zwischen Damaskus und der SDF zu verhindern, berichtet «Reuters».
Zugleich warnte der türkische Präsident Erdogan vor Unterwanderung des Abkommens und bezeichnete es als neue Seite für das syrische Volk.












