Der ehemaligen Regierungschefin Aung San Suu Kyi soll in Myanmar wegen angeblichen Wahlbetrugs der Prozess gemacht werden.
Aung San Suu Kyi
Aung San Suu Kyi - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Myanmar soll der Ex-Regierungschefin Aung San Suu Kyi der Prozess gemacht werden.
  • Die Militärjunta wirft Suu Kyi Wahlbetrug vor.

Die Militärjunta in Myanmar will der entmachteten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi den Prozess machen. Dies wegen angeblichen Wahlbetrugs bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr.

Suu Kyi werde wegen «Wahlbetrugs und gesetzlosen Verhaltens» strafrechtlich verfolgt werden. So kündigte die staatliche Zeitung «Global New Light» am Dienstag an. Angaben zu einem möglichen Prozessbeginn machte die Zeitung nicht.

Suu Kyi unter Hausarrest

Das Militär in Myanmar hatte im Februar in einem Putsch die Macht an sich gerissen. Die bis dahin amtierende De-facto-Regierungschefin Suu Kyi steht seitdem unter Hausarrest und wurde mit einer Reihe strafrechtlicher Anschuldigungen überzogen.

myanmar (birma)
Im Februar 2021 gab es einen Militärputsch in Myanmar (Birma). - dpa

Seine Machtübernahme hatte das Militär mit angeblichem Wahlbetrug bei der Parlamentswahl 2020 begründet. Im Juli wurde das Wahlergebnis annulliert. Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie NLD hatte bei der Abstimmung einen klaren Sieg eingefahren.

Durch den Militärputsch im Februar war eine kurze Phase der Demokratisierung Myanmars beendet worden. Gegen die Junta gab es landesweit Proteste, bei deren Niederschlagung mehr als tausend Zivilisten getötet wurden.

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