Südkoreas Ex-First Lady zu sieben Jahren Haft verurteilt
Südkoreas ehemalige First Lady Kim Keon Hee ist wegen Bestechlichkeit zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Das zentrale Bezirksgericht in Seoul sah es als erwiesen an, dass die 53-Jährige ihren Status als Präsidentengattin ausgenutzt habe, um Luxusgeschenke und Bargeld in Höhe von umgerechnet mehreren hunderttausend Franken anzunehmen. So habe Kim unter anderem ein Gemälde des Malers Lee Ufan, eine Designertasche sowie umgerechnet rund 157.000 Franken in bar erhalten.
Kim liess über ihren Anwalt mitteilen, dass sie gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung einlegen werde, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.
Kim Keon Hee ist die Ehefrau des konservativen Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol, der zu Beginn des Jahres wegen Aufruhr zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Im Dezember 2024 hatte der ehemalige Staatsanwalt überraschend das Kriegsrecht ausgerufen – vorgeblich, um die freiheitliche Ordnung Südkoreas vor einer staatsfeindlich gesinnten Opposition zu schützen.
Das zentrale Bezirksgericht Seoul sah es hingegen als erwiesen an, dass der 65-Jährige gezielt die Verfassung aushebeln wollte, um seine politische Macht zu sichern.














