Mark Zuckerbergs Yacht soll Hilferuf vor Alaska ignoriert haben

Maja Bojic
Maja Bojic

Kanada,

Zuckerbergs Luxusjacht soll einen Hilferuf vor Alaska ignoriert haben. Die Crew erklärt, den Funkspruch zunächst nicht gehört zu haben.

Hilferuf Zuckerbergs Yacht
Mark Zuckerbergs Yacht soll einen Hilferuf vor der Küste Alaskas nicht beantwortet haben. - imago

Vor der Küste Südost-Alaskas geriet ein kleines Motorboot wegen Treibstoffmangels in Schwierigkeiten. Die Besatzung bat deshalb über die US-Küstenwache um Unterstützung, berichtet die «Frankfurter Rundschau».

Das mehr als sechs Meter lange Boot war am 3. August zwischen Petersburg und Juneau unterwegs. Die Küstenwache erhielt den Hilferuf erstmals gegen 21:32 Uhr.

Die 118 Meter lange «Launchpad» befand sich näher am betroffenen Boot als das später eintreffende Kreuzfahrtschiff. Die rund 300 Millionen Dollar teure Jacht gehört Meta-Chef Mark Zuckerberg, wie die «Bild» schreibt.

Kreuzfahrtschiff eilt zur Hilfe

Die «Wilderness Legacy» änderte ihren Kurs und fuhr zum havarierten Boot. Das Kreuzfahrtschiff schleppte es nach Farragut Bay und versorgte es dort laut dem «N-TV» mit Treibstoff.

Die Küstenwache stellte fest, dass sich das Boot nicht in Seenot befand. Die Beteiligten konnten anschliessend sicher nach Farragut Bay gebracht werden.

Findest du, die Crew hat richtig gehandelt?

Für Aufmerksamkeit sorgte dennoch die Tatsache, dass die «Launchpad» näher gelegen haben soll. Überwachungsdaten von MarineTraffic zeigen, dass die Jacht während des Funkspruchs kurz stoppte.

Crew weist Vorwurf zurück

Ein Sprecher Zuckerbergs erklärte dem «N-TV» zufolge, die Besatzung habe den Funkspruch zunächst nicht gehört. Die Crew habe auf einem anderen Funkkanal gearbeitet und den Kontakt erst später wahrgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt sei die Hilfeleistung bereits im Gange gewesen. Zuckerberg und seine Familie hätten sich nach Angaben des Sprechers nicht an Bord der Jacht befunden.

Ein Passagier der «Wilderness Legacy» schilderte den Vorgang später in sozialen Medien. Er behauptete laut dem «N-TV», die Küstenwache habe die Jacht mehrfach kontaktiert, ohne eine Antwort zu erhalten.

Keine akute Seenotlage

Die rechtliche Einordnung unterscheidet zwischen einem Hilfsersuchen und einem echten Seenotfall. Der Seerechtsexperte Ian Ralby erklärte, der Vorfall habe eher den Charakter einer Unterstützungsanfrage gehabt, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet.

Bei einem tatsächlichen Seenotruf gelten für nahegelegene Schiffe grundsätzlich andere Verpflichtungen. Entscheidend seien dabei insbesondere Gefahren für Menschenleben oder erhebliche Umweltgefahren.

Hilferuf Zuckerbergs Yacht
Zuckerbergs Yacht war einem Hilferuf vor Alaska offenbar näher als das helfende Kreuzfahrtschiff. - picture alliance

Die «Wilderness Legacy» erreichte das Boot schliesslich und schleppte es sicher nach Farragut Bay. Laut der «Bild» soll es unter den Passagieren Buhrufe gegeben haben, nachdem der Kapitän über die ausgebliebene Reaktion informiert hatte.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5961 (nicht angemeldet)

Hier geht der Klimaschutz baden.

User #1412 (nicht angemeldet)

Richtig so.

Weiterlesen

-
56 Interaktionen
Luxus pur!
Facebook Whatsapp Mark Zuckerberg
21 Interaktionen
Wie bitte?
Mark Zuckerberg
22 Interaktionen
Los Angeles
Nachhaltigkeit
18 Interaktionen
Künstliche Helfer

MEHR IN NEWS

Hitze
Wegen Hitze
ARE_FA_Feuchtgebiete_Bild 1
«Wertvoll»
Sonnenfinsternis
18 Interaktionen
Mega-Schlange!

MEHR AUS KANADA

bank von kanada
Mann verhaftet
flug
52 Interaktionen
«Versteckt»
Grizzly Kanada
6 Interaktionen
Beim Spielen
Feuer Kanada British Columbia
80-Jährige