Südafrika: 41 junge Männer bei Beschneidungsritual gestorben

Keystone-SDA
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Südafrika,

In Südafrika sind während des diesjährigen traditionellen Beschneidungsrituals 41 junge Männer gestorben. Das sagte Velenkosini Hlabisa, der Minister für kooperative Regierungsführung, in einem Interview des staatlichen Fernsehsenders Newzroom Afrika. Hlabisa nannte Fahrlässigkeit als Hauptgrund für die zahlreichen Todesfälle.

ARCHIV - Junge Männer vom Volk der Ndebele laufen am Haus von Esther Mahlangu, einer zeitgenössischen südafrikanischen Künstlerin, in KwaMhlanga in Mpumalanga, Südafrika, vorbei. F...
ARCHIV - Junge Männer vom Volk der Ndebele laufen am Haus von Esther Mahlangu, einer zeitgenössischen südafrikanischen Künstlerin, in KwaMhlanga in Mpumalanga, Südafrika, vorbei. F... - Keystone/AP/Themba Hadebe

Es geht dabei um eine kulturelle Praxis, bei der pubertierende Jungen in ländlichen Gegenden, oft fernab von Gesundheitseinrichtungen beschnitten und auf ihre Rolle als Erwachsene vorbereitet werden. Im vergangenen Jahr waren in den letzten Monaten des Jahres 2024 während ritualisierter Beschneidungen 28 junge Männer ums Leben gekommen. Zum Jahreswechsel 2023 auf 2024 wurden 38 Tode verzeichnet.

Das Ritual, das in Südafrika unter anderem von den Volksgruppen Xhosa und Ndebele praktiziert wird, ist kulturell tief verwurzelt. Es umfasst neben der Beschneidung auch eine Unterweisung in Bezug auf die sozialen Pflichten junger Männer.

Behörden und traditionelle Führer rufen regelmässig dazu auf, nur bei registrierten Schulen an dem Ritual teilzunehmen, in denen medizinisch geschultes Personal die Bescheidungen vornimmt. Seit 2010 werden die zugelassenen Einrichtungen von der Regierung streng reguliert. Versuche, eine medizinische Beschneidung in Kliniken zu fördern, um gesundheitliche Risiken zu minimieren, hatten bislang kaum Erfolg.

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Kommentare

User #1453 (nicht angemeldet)

Beschneidung auf diese Art=Verbrechen.Vasektomie durch Aerzte z.b. Dkt International Südafrika =Top.

User #6397 (nicht angemeldet)

Sie wissen, dass die Gefahr besteht, dass der junge Mann sterben kann und trotzdem tun sie es. Es ist eine körperliche Verletzung. Scheinbar ist es den Eltern egal, wenn sie das Kind verlieren. Heutzutage müssten sie doch endlich einsehen, dass diese Tradition gar nichts bringt, sondern nur Leid und Schmerzen.... Unverständlich....

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