Ein Studie zeigt, dass chinesische Investitionen verglichen mit den Jahren seit 2013 im vergangenen Jahr niedrig ausfielen.
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Boom chinesischer Investitionen in Europa ist vorbei. (Symbolbild) - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Vergleich zu 2020 stiegen 2021 chinesische Investitionen um einen Drittel.
  • Ausgaben chinesischer Investoren sind verglichen mit den Jahren seit 2013 aber niedrig.

Der grosse Boom chinesischer Investitionen in Europa scheint vorerst vorbei. Laut einer Studie stiegen die Investitionen letztes Jahr gegenüber 2020 wieder um mehr als ein Drittel auf 10,6 Milliarden Euro.

Verglichen mit den Jahren seit 2013 blieben die Ausgaben chinesischer Firmen jedoch auf einem niedrigen Niveau. Dies geht aus einer Studie der Rhodium Group und des China-Instituts Merics hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Neben den Niederlanden waren laut der Studie erneut Deutschland, Grossbritannien und Frankreich die beliebtesten Ziele für Direktinvestitionen aus China.

Kaum noch milliardenschwere Übernahmen

«Die Art der chinesischen Investitionen in Europa hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich verändert.» Dies kommentierte Agatha Kratz, Direktorin bei der Rhodium Group.

Die Zeit der milliardenschweren Übernahmen in strategischen Sektoren sei vermutlich vorbei. Stattdessen würden chinesische Firmen vorzugsweise eigene Fabriken in Europa errichten. Besonders in Bereichen, in denen sie für sich Wettbewerbsvorteile vermuten, wie Batterien für E-Mobilität.

«Verglichen mit den Spitzenzeiten um 2016 haben sich die chinesischen Investitionen auf niedrigem Niveau eingependelt», sagte Merics-Chefökonom Max Zenglein. Europa bleibe zwar für chinesische Firmen interessant. Zenglein ging jedoch davon aus, dass in dem derzeitig schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld chinesische Investitionen in absehbarer Zeit nicht signifikant ansteigen werden.

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