China richtet erneut Mitglieder einer Betrügerbande hin

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China hat erneut Mitglieder einer kriminellen Bande hingerichtet, die aus Myanmar heraus Verbrechen und Online-Betrug begangen haben sollen.

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Die Flagge von China. - AFP

Die vier Chinesen seien im November vergangenen Jahres wegen vorsätzlicher Tötung, Telefon- und Online-Betrug, Entführung sowie Drogenschmuggel verurteilt worden, wie das mittlere Volksgericht in der südchinesischen Metropole Shenzhen mitteilte.

Wie das Gericht weiter mitteilte, starb ein fünfter Angeklagter, der ebenfalls zum Tode verurteilt worden war, aufgrund einer Erkrankung noch bevor die Strafe vollstreckt werden konnte. Ein Berufungsverfahren der übrigen Verurteilten im Dezember scheiterte.

Damit richtete China in kurzer Zeit erneut Mitglieder einer kriminellen Bande hin, die aus dem Bürgerkriegsland Myanmar heraus operierte. Vergangene Woche vollstreckte ein Gericht in Wenzhou die Urteile gegen elf Todeskandidaten.

Konkret befand die Justiz die Bande für schuldig, Spielkasinos eröffnet zu haben und im Norden Myanmars in selbst errichteten Arealen den Betrug gesteuert zu haben. Sechs chinesische Staatsbürger starben dort und weitere wurden verletzt, wie das Gericht mitteilte.

Durch Glücksspiel und Betrug sollen mehr als 29 Milliarden Yuan (derzeit etwa 3,2 Milliarden Franken) zusammengekommen sein. Den Kopf der Bande verurteilten die Richter zudem dafür, an der Produktion und dem Handel von elf Tonnen Methamphetamin beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht rechtfertigte die Todesstrafe mit der Schwere der Verbrechen.

Die Betrugs- und Entführungsfälle hatten in China grosse Aufmerksamkeit erregt. Im sozialen Netzwerk Weibo, Chinas Pendant zur Online-Plattform X, zeigten viele Nutzer Zuspruch für die Hinrichtungen. Die Banden hatten oft chinesische Staatsbürger angelockt und dann unter Zwang festgehalten. In sogenannten Scam-Zentren mussten sie andere Menschen telefonisch oder über das Internet betrügen.

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