Rettungshelikopter mussten über Ostern 311 Mal ausrücken
Die Rettungsfluggesellschaften Air-Glaciers, Air Zermatt und Rega sind am sonnigen Osterwochenende zu aussergewöhnlich vielen Einsätzen ausgerückt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die sonnigen Tage am Osterwochenende lockten zahlreiche Menschen in die Berge.
- Die Rettungsfluggesellschaften mussten 311 Mal ausrücken und Personen retten.
- Die hohe Einsatzquote ist stark vom Wetter abhängig.
Das sonnige Wetter am Osterwochenende lockte zahlreiche Freizeitsportler in die Berge. Die Rettungsfluggesellschaften mussten deshalb aussergewöhnlich oft ausrücken. Den grössten Anteil der Einsätze machten Skiunfälle aus.
Die Rettungsteams von Air Zermatt und Air-Glaciers wurden von Karfreitag bis Ostermontag zu insgesamt 121 Helikoptereinsätzen alarmiert. Das teilen die beiden Unternehmen am Dienstag mit.
Air Zermatt flog 47 Rettungsmissionen. Air-Glaciers absolvierte 74 Einsätze, davon 54 im Wallis und 20 auf der Berner Seite.
Erschöpfte Alpinisten und gefährliche Gletscherspalten
Air Zermatt wurde zudem zu mehreren Evakuationen erschöpfter Alpinisten auf der Dufourspitze sowie am Adlerhorn gerufen.
Am Ostermontag retteten die Helfer ausserdem Berggänger, die in Gletscherspalten gestürzt waren. Sie mussten am Adlerhorn VS sowie im Gebiet der Riederalp VS gerettet werden. Die Betroffenen konnten jeweils leicht verletzt ins Spital geflogen werden.
Air-Glaciers wurde auf der Berner Seite zudem zu zwei Lawineneinsätzen mit Todesfolge aufgeboten. Bei weiteren Lawinenabgängen in La Maya VS und Lourtier VS wurden hingegen keine Personen verletzt.
Rega musste 190 Mal ausrücken
Auch die Besatzungen der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) waren über das verlängerte Osterwochenende stark gefordert. Zwischen Karfreitag und Ostermontag absolvierte die Rega landesweit mehr als 190 Einsätze, wie das Unternehmen mitteilte.
Neben Wintersportunfällen und medizinischen Notfällen erforderte insbesondere unwegsames Gelände mehrfach Rettungen mittels Winde.
So mussten zwei blockierte Alpinisten bei Engelberg OW aus schwierigem Gelände geborgen und ins Spital geflogen werden. Auch ein verletzter Bergläufer bei den Rochers de Naye VD sowie ein Wanderer in der Areuse-Schlucht NE mussten gerettet werden.
Die Rettungsunternehmen weisen darauf hin, dass die Unfallstatistik stark vom Wetter abhängt. Das Osterwochenende 2025 war verregnet: Entsprechend gab es weniger Rettungseinsätze.
Air-Glaciers und Air Zermatt sprechen von einem «Bruchteil der diesjährigen Einsätze». Die Rega führte an diesem Osterwochenende 60 Prozent mehr Rettungsflüge durch als vor einem Jahr.

















