Dollar

    Saudi-Arabien kündigt eine Milliarde Dollar für Klima-Initiativen an

    AFP
    AFP

    Saudi-Arabien,

    Saudi-Arabien, der weltweit grösste Erdölexporteur, hat mehr als eine Milliarde Dollar (919 Millionen Franken) für neue Klima-Initiativen zugesagt.

    Saudi-Arabien
    Bin Salman (r) mit dem US-Klimabeauftragten John Kerry - Saudi Royal Palace/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Saudi-Arabien will über eine Milliarde Dollar in Klima-Initiativen stecken.
    • Pünktlich zur Weltklimakonferenz verkündet das Königshaus die Botschaft.

    Das saudi-arabische Königshaus will über eine Milliarde Dollar (919 Franken) in Klima-Initiativen stecken.

    «Wir leiten heute eine grüne Ära für die Region ein», sagte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman am Montag auf einem Umwelt-Gipfeltreffen mit anderen Staats- und Regierungschefs des Nahen Ostens. Die Ankündigung erfolgte wenige Tage vor der Weltklimakonferenz COP26.

    «Wir sind überzeugt, dass diese Veränderungen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft und die Sicherheit von Bedeutung sind», sagte bin Salman.

    Grüne Technologien in Saudi-Arabien sollen gefördert werden

    Geplant ist demnach ein regionaler Investitionsfonds für Technologien für eine «Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff» sowie eine «globale Initiative zur Suche nach Lösungen für saubere Kraftstoffe».

    Insgesamt sollen die beiden Projekte ein Volumen von umgerechnet rund 10,4 Milliarden Dollar haben. Saudi-Arabien werde 15 Prozent und damit rund 1,5 Milliarden Dollar beisteuern, erklärte der Kronprinz. Der Rest soll demnach durch Regionalfonds und weitere Länder finanziert werden.

    saudi-arabien
    Ölanlagen in Saudi-Arabien. - AFP/Archiv

    Die Ölindustrie ist nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle

    Am Samstag hatte das Königreich bereits erklärt, bis 2060 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Saudi-Arabien gehört zu den Bremsern beim weltweiten Klimaschutz und den grössten Treibhausgas-Verursachern der Welt. Allerdings steht der Staat im Nahen Osten unter Druck, weil Investoren drohen, sich wegen des hohen Klimafussabdrucks vom Ölkonzern Saudi Aramco abzuwenden, der zu den wichtigsten Einnahmequellen des Wüstenstaats zählt.

    Vom 31. Oktober an verhandeln die Regierungen auf der Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow darüber, wie sie die Ziele des Pariser Abkommens konkret einhalten können.

    Dieses sieht eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    699 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN NEWS

    5 Interaktionen
    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    6 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR DOLLAR

    9 Interaktionen
    New York
    Mark Zuckerberg Meta
    27 Interaktionen
    Datenschutz-Skandal
    1 Interaktionen
    Zug/Irvine
    fondsmanager
    Geldwäsche-Gesetze

    MEHR AUS SAUDI-ARABIEN

    Huthi Jemen Rakete
    4 Interaktionen
    Riad
    2 Interaktionen
    Riad/Sanaa
    saudi arabien usa
    3 Interaktionen
    Eskalation droht
    Emmanuel Macron
    9 Interaktionen
    Riad