Am 6. Mai kam es in einem geschlossenen Luxushotel in Havanna zu einer Explosion mit 45 Toten. Am Donnerstag wurden die Rettungsarbeiten beendet.
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Ein Helfer des kubanischen Roten Kreuzes macht eine Pause, nachdem er in den Trümmern des Fünf-Sterne-Hotels im Einsatz war. Die Rettungsarbeiten wurden inzwischen beendet. - Ramon Espinosa/AP/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • 45 Personen sind nach der Gasexplosion in einem kubanischen Hotel gestorben.
  • Insgesamt wurden 98 Menschen verletzt.
  • Die Rettungsarbeiten wurden nun abgeschlossen.

Sechs Tage nach der Gasexplosion in einem geschlossenen Luxushotel auf Kuba ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 45 Menschen gestiegen. Die Rettungsarbeiten in den Trümmern in der Altstadt von Havanna wurden am Donnerstag beendet, wie das Präsidialamt des sozialistischen Karibikstaates auf Twitter mitteilte.

Die staatliche Nachrichtenagentur ACN berichtete, am Donnerstag sei noch eine Leiche geborgen worden. Von 98 Verletzten wurden nach einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums zwölf Erwachsene und vier Minderjährige noch in Krankenhäusern behandelt – darunter sechs Menschen in kritischem Zustand.

Gastank explodierte wohl bei Flüssiggas-Lieferung

Unter den Toten waren den Angaben zufolge vier Minderjährige, eine schwangere Frau und eine Ausländerin – eine spanische Touristin.

Die Todesopfer waren demnach zwischen 10 und 77 Jahre alt. Staatspräsident Miguel Díaz-Canel rief am Donnerstag Staatstrauer von 6 Uhr am Freitag (Ortszeit) bis Mitternacht am Samstag aus.

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Arbeiter entfernen Schutt vom Ort der Explosion, die das Fünf-Sterne-Hotel Saratoga zerstört hat. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Ramon Espinosa

Am Vormittag des 6. Mai hatte eine starke Explosion das Hotel Saratoga grossteils zerstört. Nach ersten Erkenntnissen war ein Gastank explodiert, als gerade Flüssiggas angeliefert wurde.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war das bekannte Fünf-Sterne-Hotel, wenige Schritte vom Kapitol entfernt, seit etwa zwei Jahren geschlossen. Am Dienstag dieser Woche sollte es wiedereröffnet werden.

Die unteren drei Etagen des neoklassizistischen Gebäudes waren völlig verwüstet. Die Wucht der Explosion riss die Fassade weg, von der Strasse aus waren die zerstörten Zimmer zu sehen. Auch mehrere weitere Gebäude in der Umgebung wurden beschädigt, darunter ein Theater, eine Grundschule und eine Kirche.

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