Kuba: Hunderttausende protestieren gegen US-Embargo

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Cuba,

Am Tag der Arbeit haben Hunderttausende Kubaner in der Hauptstadt Havanna gegen das US-Embargo und die Drohungen der Regierung von Präsident Donald Trump gegen die sozialistische Karibikinsel protestiert. An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen nach Regierungsangaben mehr als 500.000 Menschen teil, darunter auch Präsident Miguel Díaz-Canel und der frühere Staatschef Raúl Castro.

dpatopbilder - Menschen nehmen an einer Veranstaltung zum Internationalen Tag der Arbeit in Havanna teil. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa
dpatopbilder - Menschen nehmen an einer Veranstaltung zum Internationalen Tag der Arbeit in Havanna teil. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa - Keystone/AP/Ramon Espinosa

«Unsere Feinde haben alles versucht und ausprobiert. Sie dachten, sie würden uns niedergeschlagen und resigniert vorfinden, doch wir stehen entschlossen und standhaft da, haben den Fuss fest im Steigbügel und kämpfen weiter», sagte Osnay Miguel Colina Rodríguez von der Zentralgewerkschaft der Arbeiter Kubas (CTC) laut einem Bericht der kommunistischen Parteizeitung «Granma».

«Gemeinsam und geschlossen fordern wir Frieden und bekräftigen unsere Bereitschaft zum Dialog ohne Vorbedingungen», schrieb Präsident Díaz-Canel auf der Plattform X. «Hier hat Angst keinen Platz.» Trump hatte zuletzt mehrfach mit schärferem Vorgehen gegen Kuba gedroht und offen von einer möglichen «Übernahme» gesprochen.

Wenige Stunden nach der Kundgebung in Havanna verschärfte die US-Regierung ihre Sanktionen gegen Kuba. Einer von Präsident Trump unterzeichneten Verfügung zufolge können nun auch Strafmassnahmen gegen Personen oder Institutionen verhängt werden, die den kubanischen Sicherheitsapparat unterstützen oder in Verbindung mit Korruption oder Menschenrechtsverletzungen in Kuba stehen.

Kuba leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieknappheit, weil die US-Regierung seit Januar eine Ölblockade gegen den Inselstaat verhängt hat. Immer wieder fällt stundenlang der Strom aus, es mangelt an Treibstoff, Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

Kommentare

User #5264 (nicht angemeldet)

Die haben allen Grund, am 1. Mai in Kuba auf die Strasse zu gehen! Die oberen Parteibonzen gönnen den armen Arbeitern nicht mehr mal das dürftige Trinkgeld für den Eigengebrauch, das ihnen von Zeit zu Zeit gegeben wird.

User #3097 (nicht angemeldet)

Alles orchestriert und organisiert von der komunistischen Partei. Wer sich weigert mitzumachen erfährt es beim grössten und einzigen Arbeitgeber, dem Staat...

Weiterlesen

Hitzewelle
708 Interaktionen
Rekord-Juni
Reuss-Unfall
Reuss-Unfall

MEHR IN POLITIK

2 Interaktionen
Rom
meloni
1 Interaktionen
Nach Streit mit Trump
3 Interaktionen
Paris
1 Interaktionen
Zürich

MEHR AUS CUBA

5 Interaktionen
Havanna
kuba
2 Interaktionen
Havanna
kuba
5 Interaktionen
Havanna
Pete Hegseth
8 Interaktionen
USA